International
Terrorismus

Norwegischer Moschee-Angreifer zu 21 Jahren Verwahrung verurteilt

Norwegischer Moschee-Angreifer zu 21 Jahren Verwahrung verurteilt

11.06.2020, 10:4511.06.2020, 10:45
epa08478638 Defendant Philip Manshaus during his sentencing at Asker and B
Bild: keystone

Zehn Monate nach dem Angriff auf eine Moschee in Norwegen ist der Täter zu 21 Jahren Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Ein Gericht im norwegischen Sandvika bei Oslo sprach den 22 Jahre alten Angeklagten am Donnerstag wegen Terrorismus und Mordes schuldig.

Damit folgte es dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigerin des jungen Mannes hatte dagegen auf Freispruch plädiert, weil ihrer Ansicht nach Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit ihres Mandanten bestehen.

Der Norweger hatte am 10. August 2019, am Vorabend des islamischen Opferfestes, eine Moschee in Bærum rund 20 Kilometer westlich von Oslo angegriffen. Er war dabei mit mehreren Schusswaffen bewaffnet, konnte aber von Gläubigen überwältigt und festgenommen werden, ohne dass jemand in dem Gotteshaus schwerer verletzt worden war.

In seiner Wohnung fand die Polizei später die Leiche seiner 17 Jahre alten Stiefschwester, die der Mann mit vier Schüssen aus einem Jagdgewehr getötet hatte. Der Angeklagte hat die Taten eingeräumt, eine Schuld im strafrechtlichen Sinne aber von sich gewiesen. Vor Gericht äusserte er mehrmals rechtsradikale und islamfeindliche Ansichten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Italien beschliesst Burkaverbot und Sprachquote in Schulklassen
In Italien soll an allen Schulen künftig ein Verschleierungsverbot gelten. Ausserdem sollen ab dem kommenden Schuljahr maximal 30 Prozent der Kinder in einer Klasse Ausländer mit mangelnden Italienischkenntnissen sein, wie die Regierung in Rom mitteilte.
Zur Story