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Eine Corona-Infektion kann bei Männern den Penis schrumpfen lassen

Der Schrumpf-Penis als Long-Covid-Symptom – es gibt ihn wirklich

28.01.2022, 15:4328.01.2022, 16:07

Es sind gleich zwei heikle Themen, mit denen Hörer eines amerikanischen Podcasts kürzlich konfrontiert wurden: Long-Covid und Penisgrössen.

«I Have a ‹COVID Dick› Can I… Grow It Back?» – das ist der Titel einer Podcastfolge des Podcast «How to Do It» vom Online-Magazin Slates. Die beiden Moderatoren Jessica Stoya und Rich Juzwiak erörtern darin den Brief eines Hörers, der behauptet, nach einer Covid-19-Infektion anhaltende Probleme mit seinem Penis zu haben.

In seinem Brief erklärte der etwa 30-jährige Mann, dass er sich im Juli 2021 mit dem Virus infiziert hatte und ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Nach seiner Entlassung litt er an einer erektilen Dysfunktion, die dank einer ärztlichen Behandlung kuriert werden konnte. Doch in einem Punkt konnte sein bestes Stück nicht wieder in Form gebracht werden: Sein zuvor «überdurchschnittlich grosser» Penis sei geschrumpft – und zwar um eineinhalb Zentimeter. Die Ärzte hätten dem verzweifelten Patienten erklärt, dass die Schrumpfung auf eine «Gefäss-Schädigung» zurückzuführen und somit wahrscheinlich dauerhaft sei.

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Bild: Shutterstock

Die Wissenschaft kennt das Phänomen der Schrumpf-Penisse bereits

In einer Studie vom University College London (UCL) wurden in einem Datensatz von 3762 Teilnehmern aus 56 Ländern mehr als 200 Symptome ermittelt, die inzwischen mit Long-Covid in Verbindung gebracht werden. Dabei wurden mehrere Symptome detektiert, die sich auf das Fortpflanzungssystem betrafen. Unter anderem wurde bei mehreren Teilnehmern eine Verringerung der Grösse sowohl des Penis als auch der Hoden festgestellt.

Tatsächlich wurde bereits eine kleine Studie zu Covid-Penissen gemacht: Die University of Miami Miller School of Medicine im US-Bundesstaat Florida hat das Penisgewebe von vier Männern analysiert, die sich zuvor mit dem Virus infiziert hatten. Die Forscher entdeckten, dass noch Monate nach der Infektion Spuren des Virus in den Genitalien zu finden waren. Die Ergebnisse der Studie wurden im «World Journal of Men's Health» veröffentlicht: Das Virus könne womöglich die Blutzufuhr zu den Genitalien einschränken, was mit der Zeit zu Schwierigkeiten bei der Erektion führen könnte.

Es gibt Hoffnung bei Schrumpf-Penissen

Im Podcast erklärte Charles Welliver, Urologe am Albany Medical College, dass der Verzweifelte seine eineinhalb Zentimeter womöglich wieder zurückgewinnen könne.

Seit kurzem würden «Dehnungs- und Zuggeräten» sowie Vakuum-Erektionsgeräte angewandt, um die Penislänge wieder herzustellen – und zu erhalten.

(yam)

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