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Starshield: Starlink-Drosselung in der Ukraine hält an

Ukraine's President Volodymyr Zelenskyy speaks during a media conference at the EU summit in Brussels, Friday, Oct. 16, 2026. (AP Photo/Geert Vanden Wijngaert)
Volodymyr Zelenskyy
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt mangelnde Unterstützung der USA.Bild: keystone

Frühwarnungen und Starlink: Selenskyj und US-Regierung widersprechen sich erneut

Einmal mehr widersprechen sich die Ukraine und die USA. Während Wolodymyr Selenskyj beklagt, dass es keine Frühwarnungen der westlichen Partner für russische Angriffe gab, kontert US-Aussenminister Marco Rubio, dass es nie eine Unterbrechung gegeben habe.
19.10.2026, 15:5319.10.2026, 15:56

Die USA und die Ukraine sind sich derzeit in etlichen Punkten uneinig. Der neuste Vorwurf des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj: Mehrere Tage seien keine Vorwarnungen für Angriffe aus Russland gekommen, die die Ukraine normalerweise von ihren westlichen Partnern erhalte. Solche Geheimdienstdaten sind essenziell, um in Russland abgefeuerte ballistische Raketen frühzeitig zu orten, sie abzufangen und der Bevölkerung Zeit zu verschaffen, um Schutz zu suchen.

Die Informationen erhält die Ukraine normalerweise aus den USA. Noch vergangene Woche hatte US-Präsident Trump erklärt, die Geheimdienstinformationen würden weiterhin geteilt. Doch schon Mitte Woche soll Kiew gewarnt worden sein, dass keine Hinweise mehr weitergegeben würden, wenn die Angriffe auf russische Ölraffinerien weitergingen.

Drei Tage lang flossen die Informationen dann plötzlich nicht mehr. Erst am Sonntag erklärte Selenskyj in einem Interview, dass die Information nun teilweise wieder fliessen würden. Dafür sei man sehr dankbar. Doch schon am Montag haperte es offenbar wieder. Selenskyj berichtete auf X, dass erneut keine Frühwarnungen eingegangen seien. Beim Angriff seien auch eine Schule, eine Klinik, eine Metrostation, Energieinfrastrukturen und Wohngebäude betroffen gewesen.

Die USA hingegen dementieren, dass die Informationen unterbrochen wurden. «Es gab keine Pause», sagte Aussenminister Marco Rubio laut der Kyiv Post während seines Besuchs in Usbekistan vor Reportern. Selenskyj solle sich darauf fokussieren, den Krieg zu beenden. «Das ist es, worauf sich unserer Meinung nach alle fokussieren sollten.» Laut Rubio habe es jedoch ein Softwareproblem gegeben, das untersucht werde.

Weiterhin Probleme mit Starlink

Schon am Sonntag hatte Rubio auch dementiert, dass die US-Regierung die Drosselung von Starlink in der Ukraine angeordnet haben soll. Das hatte zur Folge, dass die Drohnen nicht. mehr so eingesetzt werden konnten, wie gewohnt. Es kam der Verdacht auf, dass SpaceX-Gründer Elon Musk und US-Präsident Donald Trump ihre Finger im Spiel hatten. Sie dementierten dies stets, obwohl sich die Vorwürfe bis heute halten. Rubio sagte dazu: «Das ist einfach so passiert.»

Tatsächlich funktioniert Starlink offenbar noch immer nicht reibungslos. Am Montag erklärte Selenskyj in einem Post auf X, dass erneut Fehlfunktionen bei einer gewissen Geschwindigkeit der Drohnen aufgetreten sind. Das habe zur Folge, dass gewisse Drohnen nicht eingesetzt werden könnten. «Das müssen wir heute erneut mit unseren Partnern genau besprechen. Geschwindigkeit zählt, wenn es um den Schutz von Leben geht», schreibt der ukrainische Präsident.

Beweise dafür, dass die USA Informationen zurückhalten, gibt es nicht. Auch zu Starlink gibt es bisher lediglich Vorwürfe. Doch auch Waffenlieferungen aus den USA verzögern sich. Und der US-Präsident ist derzeit nicht gut auf Selenskyj zu sprechen. Stattdessen hat er sich einmal mehr mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin versöhnt und mit ihm einen Diesel-Deal abgeschlossen. Gleichzeitig wurden die Sanktionen gegen Russland ausgesetzt. Trump warf Selenskyj vor, den Krieg gar nicht beenden zu wollen. Dass sich aber auch Putin nicht einen Tag an den von Trump vor gut einer Woche eigenmächtig ausgerufenen Waffenstillstand hielt, dazu äusserte er sich nicht.

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