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Trump-Schwiegersohn zieht sich laut Bericht aus Warner-Gebot zurück

Trump-Schwiegersohn zieht sich laut Bericht aus Warner-Gebot zurück

Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, hat sich laut einer Agenturmeldung aus der Bieterschlacht um den Hollywood-Konzern Warner Brothers zurückgezogen.
17.12.2025, 02:1817.12.2025, 02:18

Kushners Investmentfirma Affinity Partners war unter den Geldgebern des Warner-Rivalen Paramount bei dessen 108,4 Milliarden Dollar schwerem Gebot. Affinity habe entschieden, den Plan nicht weiterzuverfolgen, sagte ein Sprecher dem Finanzdienst Bloomberg.

Nach Bloomberg-Informationen wollte Affinity einen kleinen Anteil von rund 200 Millionen Dollar zu Paramounts Gebot beitragen. In den USA sorgte aber die Beteiligung eines Mitglieds der Präsidentenfamilie in den vergangenen Tagen für Kritik. Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet.

epa12565024 Russian Presidential Aide Yury Ushakov (L), Trump's son-in-law Jared Kushner (2-L), US Presidential Envoy Steve Witkoff (R), and Kirill Dmitriev (2-R), CEO of the Russian Direct Inves ...
Jared Kushner (links) spielte zuletzt auch bei den Ukraine-Verhandlungen eine gewichtige Rolle.Bild: keystone

Der Streaming-Riese Netflix hatte sich beim Warner-Management mit einem Angebot von knapp 83 Milliarden Dollar nur für das Studio- und Streaming-Geschäft durchgesetzt. Paramount will hingegen den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery samt der TV-Sender kaufen – darunter auch CNN.

Trump will neuen Besitzer für CNN

Trump forderte, dass bei einem Warner-Deal unbedingt auch der Nachrichtensender den Besitzer wechseln müsse. Bei CNN wird der US-Präsident oft kritisiert. Paramount gehört seit wenigen Monaten der Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Trump-Unterstützer bekannt ist. In der Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS gab es nach der Übernahme einen Umbau. Die neue Chefredakteurin Bari Weiss bot zudem eine Plattform für Erika Kirk, die Witwe des von einem Attentäter getöteten rechten Aktivisten Charlie Kirk.

Da Warner das Netflix-Gebot vorzog, beschloss Paramount, sich mit einem Angebot direkt an die Aktionäre zu wenden. Sie haben zunächst bis Anfang Januar Zeit, es anzunehmen. Dem Warner-Management bereitete unter anderem Bauchschmerzen, dass das Paramount-Angebot auch 24 Milliarden Dollar der Staatsfonds von Saudi-Arabien, Abu Dhabi und Katar enthält. Diese wollen aber auf ein Mitspracherecht im Geschäft etwa durch einen Sitz im Verwaltungsrat verzichten. (sda/dpa)

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