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Obama legt Veto gegen Klagerecht für 9/11-Opfer ein

Obama legt Veto gegen Klagerecht für 9/11-Opfer ein

24.09.2016, 09:0824.09.2016, 11:37
epa05532922 (FILE) A file picture dated 11 September 2011 shows Robert Peraza, who lost his son Robert David Peraza, pauses at his son's name at the North Pool of the 9/11 Memorial during tenth a ...
Hinterbliebene der Terroranschläge vom 11. September 2001 sollen nicht klagen können – im Bild: Robert Peraza, dessen Sohn bei den Anschlägen ums Leben gekommen ist, bei einer Gedenkveranstaltung.Bild: JUSTIN LANE / POOL/EPA/KEYSTONE

US-Präsident Barack Obama hat sein Vetorecht genutzt, um ein Gesetz zum Klagerecht für Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu verhindern. Dem Gesetz zufolge könnten etwa Hinterbliebene direkt die Regierung von Saudi-Arabien verklagen.

Laut Obama würde dies die Souveränität Saudi-Arabiens verletzen und dazu führen, dass auch über die USA eine Klagewelle hereinbrechen könnte. «Ich empfinde tiefe Anteilnahme für die Hinterbliebenen der Opfer vom 11. September», schrieb Obama am Freitag zur Begründung seines Schrittes.

Obama befürchtet vor allem, dass andere Länder ähnliche Gesetze erlassen und Mitglieder der US-Streitkräfte für ihre Vorgehen im Ausland vor Gericht verantwortlich machen können. «Wir haben die bei weitem grösste Auslandspräsenz in der Welt», schrieb Obama.

Ausserdem wären der Regierung bei der Beantwortung staatlich betriebener Terroranschläge die Hände gebunden, weil plötzlich private Gerichte involviert wären.

Der US-Kongress hatte das Gesetz verabschiedet und könnte nun seinerseits die Obama-Entscheidung rückgängig machen. Dazu wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. (wst/sda/dpa)

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