International
Gesundheit

Maserninfektion in den USA – zweites Kind gestorben

Maserninfektion in den USA – zweites Kind gestorben

07.04.2025, 06:2307.04.2025, 06:23

In den USA ist ein weiteres Kind nach einer Maserninfektion gestorben. Die Gesundheitsbehörde im Bundesstaat Texas teilte mit, das positiv auf Masern getestete Schulkind sei in ein Krankenhaus in Lubbock eingeliefert worden und bereits am Donnerstag an einem Lungenversagen infolge der Infektion gestorben. Das Kind sei nicht geimpft gewesen und habe keine bekannten Vorerkrankungen gehabt.

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. reiste in den betroffenen Bezirk, um die Familie zu treffen, wie er auf der Plattform X schrieb. Dort war bereits im Februar ein Kind an einer Maserninfektion gestorben. Nach Angaben von örtlichen Medien war es die erste Masernerkrankung mit Todesfolge in den USA seit zehn Jahren.

FILE - Robert F. Kennedy, Jr., President Trump's nominee to serve as Secretary of Health and Human Services testifies during a Senate Committee on Health, Education, Labor and Pensions hearing fo ...
US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. traf die Familie des verstorbenen Kindes.Bild: keystone

Die Vereinigten Staaten haben derzeit mit einer Häufung von Masernfällen zu kämpfen. Kennedy schrieb auf X, bislang seien 642 Fälle in 22 Bundesstaaten gemeldet worden – 499 davon in Texas. Die meisten Betroffenen dort sind nach Angaben der texanischen Gesundheitsbehörde Kinder. Kennedy sagte den texanischen Behörden Hilfe bei der Bekämpfung der Masern-Welle zu und mahnte, die wirksamste Methode, die Verbreitung zu verhindern, sei eine Impfung.

In früheren Jahren hatte Kennedy vielfach Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen gestreut. Auch deshalb gab es erhebliche Kritik an seiner Ernennung zum Gesundheitsminister.

US-Präsident Donald Trump entgegnete auf Nachfrage von Reportern, ob ihn die Masern-Situation besorge, noch handele es sich um eine relativ kleine Zahl an Erkrankten. Falls sich das Problem aber vergrössere, «werden wir sehr stark handeln müssen».

Ansteckend und gefährlich

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in Extremfällen lebensbedrohlich sein. Übertragen werden sie unter anderem über Tröpfchen und Aerosole, die etwa beim Sprechen, Husten und Niesen abgegeben werden. Eine Infektion beginnt laut dem Robert Koch-Institut (RKI) in der Regel mit Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen und weissen bis blau-weissen Flecken an der Mundschleimhaut.

Wenige Tage später steigt das Fieber und es bildet sich der für die Masern typische Hautausschlag mit bräunlich-rosafarbenen Flecken. Die Erkrankung kann zu Lungen- und Gehirnentzündungen führen und tödliche Folgen haben. (rst/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Masern-Ausbruch in Amerika
1 / 5
Masern-Ausbruch in Amerika
Eine Dosis MMR-Impfstoff zur Immunisierung gegen Masern, Mumps und Röteln.
quelle: ap/ap / damian dovarganes
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Um Nachhaltigkeit mache ich mir keine Gedanken» –wir waren bei der Action-Eröffnung
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Selenskyj: Keine Friedensbereitschaft im Kreml erkennbar
Die Ukraine kann nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Kremlchef Wladimir Putin keine Bereitschaft zu einem baldigen Kriegsende erkennen. «Offensichtlich bereiten sich die Russen nicht darauf vor, den Krieg zu beenden – zumindest derzeit nicht», sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. «Putin hat ständig irgendeinen Vorwand parat, um sich nicht zu treffen, um kein Dreiertreffen abzuhalten, um nicht zu sprechen, um diese Morde nicht zu beenden und nicht zu stoppen.»
Zur Story