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Adios: Trump schifft in der letzten Wahlumfrage komplett ab

FILE - In this Saturday, Oct. 12, 2019, file photo, President Donald Trump bows his head down as they say their prayer at the Values Voter Summit in Washington. Three liberal groups are launching new  ...
Das sieht nicht gut aus für den Präsidenten: Die neuesten Wahlumfragen zeigen einen klaren Beliebtheitsverlust.Bild: keystone

Wahlumfragen sprechen wie 2016 gegen Trump – warum es diesmal trotzdem anders ist

Wahlumfragen der letzten Tage zeigen: Trumps Chancen, wiedergewählt zu werden, stehen schlecht. Das war bei seinem Amtsantritt gleich, doch jetzt scheint die Lage anders.
07.10.2020, 17:0808.10.2020, 10:57

In knapp vier Wochen sind US-Wahlen. Und es sieht schlecht aus für den Präsidenten. Am Dienstag publizierte die «New York Times» ein breites Spektrum an neuen Umfragen. Und Trump hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die meisten Umfragen zeigen, dass Konkurrent Joe Biden landesweit mindestens 10 Prozentpunkte im Vorsprung ist.

Der Vorsprung von Biden auf Trump wurde seit der ersten TV-Debatte grösser.
Der Vorsprung von Biden auf Trump wurde seit der ersten TV-Debatte grösser.

Für Joe Biden sieht es gut aus. Aber das tat es für Hillary Clinton auch. Im Wahljahr 2016 prognostizierten die Medien den Sieg der Demokraten. Die «New York Times» titelte am Wahltag: «Hillary Clinton hat eine 85-prozentige Chance, zu gewinnen.» Was danach kam, wissen wir.

Deutlich besser in den Swing States

Jetzt, vier Jahre später, soll es anders sein. Der Unterschied ist, dass die Demokraten im Vergleich zu 2016 nun deutlich mehr Vorsprung in den Swing States haben. Das sind jene US-Bundesstaaten, bei denen es keine offensichtliche Mehrheit für die Republikaner oder Demokraten gibt. Dazu gehören etwa Florida oder Arizona.

Blau ist die Farbe der Demokraten und Rot – in dieser Tabelle Rosa – die Farbe der Republikaner.

Die Swing States sind das Zünglein an der Waage im Wahlkampf und für Präsident Trump deshalb besonders wichtig. USA Today zufolge gehören insgesamt 11 Bundesstaaten in diese Kategorie.

Es ist ziemlich eindeutig, dass sich die Position des Präsidenten verschlechtert hat. Weniger klar ist, warum. Erklärungen wären die Coronavirus-Diagnose, der Spitalaufenthalt oder die Schwäche in der Debattenleistung.

Registrierte Wähler relevant

Eine weitere Erklärung liegt bei den Umfragen selber. Hier stellt sich die Frage, ob US-Staatsbürger im Allgemeinen befragt wurden oder nur die tatsächlich registrierten Wählerinnen. US-Bürgerinnen erhalten im Unterschied zur Schweizern nicht automatisch das Stimm- und Wahlrecht. Amerikanerinnen und Amerikaner müssen sich für die Wahlen registrieren.

Die Wahltendenz von nicht-registrierten Bürgern zu analysieren, macht deshalb wenig Sinn. Von den nationalen Umfragen in der «New York Times» haben vier von sechs Studien nur registrierte Wähler befragt. Diese Probandinnen gaben auch an, tatsächlich wählen gehen zu wollen. Bei allen vier Umfragen liegt der Vorsprung für Biden zwischen 9 und 16 Prozentpunkten.

Über die Gründe für Trumps kürzlichen Beliebtheitsverlust wird weiter diskutiert und geforscht. Die aktuellen Meinungsumfragen besagen klar schlechtere Chancen für den Republikaner für am 3. November 2020. Bis zum Wahltag verbleibt ihm noch knapp ein Monat, um dies zu ändern.

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