International
USA

USA über russische Offensive: «Mehr als 90 Prozent der Luftangriffe waren nicht gegen den IS»

Zwei russische SU-25 in Latakia, Syrien.
Zwei russische SU-25 in Latakia, Syrien.
Bild: EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY

USA über russische Offensive: «Mehr als 90 Prozent der Luftangriffe waren nicht gegen den IS»

08.10.2015, 03:4308.10.2015, 03:43

Die USA vermuten, dass mehr als 90 Prozent der russischen Luftangriffe in Syrien nicht der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) oder dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Kämpfer gelten. Ins Visier genommen werden vor allem moderate Rebellen.

Islamischer Staat (IS)

Das US-Aussenministerium machte am Mittwoch in Washington erstmals offiziell genauere Angaben zu den russischen Angriffen in Syrien. «Mehr als 90 Prozent der Luftangriffe, die wir bisher registriert haben, waren nicht gegen den IS oder Al-Kaida-nahe Terroristen gerichtet», sagte US-Aussenamtssprecher John Kirby.

Syrische Luftangriffe (Stand 03.10.2015)
Syrische Luftangriffe (Stand 03.10.2015)
bild: spiegel online

«Die Angriffe richteten sich vielmehr sehr oft gegen Oppositionsgruppen, die eine bessere Zukunft für Syrien wollen. Und die nicht wollen, dass das Assad-Regime an der Macht bleibt.»

Russische Luftangriffe in Syrien

1 / 10
Russische Luftangriffe in Syrien
Offizielle Bilder der russischen Regierung von den Angriffen in Syrien.
quelle: epa/russian defence ministry / russian defence ministry press service
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Russland hatte in der vergangenen Woche mit Luftangriffen in Syrien gegen «terroristische Gruppen» wie den IS begonnen. Dies hatte heftige internationale Kritik ausgelöst.

Während Moskau hinter dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad steht und dessen Streitkräfte mit den Angriffen unterstützt, unterstützt Washington die moderate Opposition, die sich gegen Assad stellt. Die USA fliegen selbst auch Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland, diese richten sich gegen den IS. (dwi/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Flydubai-Co-Pilot soll Anschlag auf Flughafen Ben Gurion geplant haben
Nach dem mutmasslichen Terrorversuch auf einem Flydubai-Flug werden neue Details bekannt. Der festgenommene Co-Pilot soll geplant haben, die Maschine auf den Flughafen Ben Gurion zu stürzen. Ermittler gehen derzeit davon aus, dass er alleine handelte.
Der mutmassliche Angreifer auf Flydubai-Flug 1073 soll einen Anschlag auf den Flughafen Ben Gurion geplant haben. Das berichtet der israelische Sender Channel 12. Demnach habe der 29-jährige Co-Pilot Hamam al-Hammami bei Verhören angegeben, die Maschine absichtlich auf den Flughafen bei Tel Aviv stürzen zu wollen.
Zur Story