International
USA

Kompromiss im Streit über Finanzierung von US-Ministerium

Repräsentantenhaus USA, Washington
Repräsentantenhaus USA, Washington.Bild: public domain

Kompromiss im Streit über Finanzierung von US-Ministerium

30.04.2026, 21:4701.05.2026, 06:21

Der monatelange Streit über den Haushalt des in die Kritik geratenen US-Heimatschutzministeriums ist beigelegt – zumindest zum Grossteil: Demokraten und Republikaner im Repräsentantenhaus einigten sich auf ein Gesetz, das die Grundlage für das Budget des Ressorts bildet. Keine Einigung gibt es allerdings weiterhin bei der Finanzierung der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzbehörde CBP.

Der Streit über die Finanzierung war entbrannt, nachdem bei Abschieberazzien im US-Bundesstaat Minnesota zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten getötet wurden. Beteiligt waren daran auch Beamte von ICE. Die Demokraten hatten daraufhin unter anderem darauf bestanden, dass die Beamten im Einsatz nicht mehr maskiert sind.

Neben der Einwanderungs- und der Grenzschutzbehörde gehören aber unter anderem auch die Küstenwache und der Katastrophenschutz Fema zum Heimatschutzministerium. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete das Gesetz wenig später, wie das Weisse Haus mitteilte.

Bericht: Weisses Haus machte Druck auf Republikaner

Nach Medienberichten handelt es sich um den längsten Shutdown eines einzelnen Ministeriums. Seit Mitte Februar hatte dem Ministerium die Grundlage zur Finanzierung der Regierungsgeschäfte gefehlt. Der Senat hatte dann im März den Haushalt gebilligt, allerdings sträubten sich die Abgeordneten des Repräsentantenhauses gegen die Gesetzesvorlage.

Wie die «New York Times» berichtete, drängte das Weisse Haus das Repräsentantenhaus am Dienstag dazu, den Vorschlag des Senats anzunehmen. Viele Republikaner in der Kammer hatten sich demnach davor gesträubt, einem Gesetz zuzustimmen, solange es keine Finanzierung der Einwanderungsbehörde beinhaltet. Wie die «New York Times» weiter berichtete, soll das nach dem Willen des Weissen Hauses in einem separaten Gesetz geschehen.

Minister Markwayne Mullin teilte auf X mit, CBP und ICE würden nun mit einer Massnahme finanziert, für die es keine Zustimmung der Demokraten brauche. «Dieser von den Demokraten verursachte Regierungsstillstand hätte NIEMALS passieren dürfen.»

Das Heimatschutzministerium stand seit dem 14. Februar ohne gesicherte Finanzierung da. Spürbar war der teilweise Stillstand der Regierungsgeschäfte vor allem durch fehlende Mittel für die Flughafensicherheit TSA. Gehälter der Beschäftigten waren zeitweise blockiert worden, weshalb sich viele von ihnen krankmeldeten oder kündigten. Gerade in den Ferien ergaben sich zum Teil stundenlange Wartezeiten an den Flughäfen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Er erinnert mich an Barack Obama»: Dieser Senator lässt Demokraten schwärmen
Die US-Opposition rechnet in fünf Wochen mit einem Wahlsieg. Deshalb blickt die Partei nun schon auf die Zeit nach Donald Trump und diskutiert über mögliche Nachfolger. Zu Besuch bei Jon Ossoff, dem neuen Aushängeschild.
Als Jon Ossoff an diesem Sonntagnachmittag im Universitätsstädtchen Athens (Georgia) auf die Bühne eines Konzertlokals tritt, da passt jedes Detail.
Zur Story