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Nach Feuer-Angriff auf Juden: USA verhaften Familie des Attentäters

A person walks in front of the Boulder County, Colo., courthouse after an attack on the Pearl Street Mall Monday, June 2, 2025, in Boulder, Colo. (AP Photo/David Zalubowski)
Boulder Attack
Der Tatort in Colorado.Bild: keystone

Nach Feuer-Angriff auf Juden: USA verhaften Familie des Attentäters von Colorado

Nach dem Angriff mit Brandsätzen auf eine jüdische Demonstration im US-Bundesstaat Colorado hat die Einwanderungsbehörde ICE die Familie des Tatverdächtigen festgenommen.
05.06.2025, 05:4205.06.2025, 05:42

Die Frau und die fünf Kinder befänden sich in ICE-Gewahrsam, um beschleunigt abgeschoben zu werden, teilte das Weisse Haus am Dienstagabend (Ortszeit) auf X mit.

Ein Bundesrichter blockierte dieses Vorhaben der US-Regierung am Mittwoch (Ortszeit) Medienberichten zufolge jedoch vorerst. «Eine Abschiebung ohne Verfahren könnte einen nicht wiedergutzumachenden Schaden anrichten», zitierte die «Washington Post» den Richter Gordon Gallagher. Er hat für nächste Woche eine Anhörung in dem Fall angesetzt.

Bei dem Angriff waren am Sonntag in der Stadt Boulder nach neuesten Angaben der Bundespolizei FBI 15 Menschen im Alter zwischen 25 und 88 Jahren verletzt worden sowie ein Hund. Als Tatverdächtigen nahm die Polizei einen 45-jährigen Ägypter fest, der sich nach Angaben der Behörden illegal in den USA aufhielt. Der Aufenthaltsstatus seiner Familie sei unklar, hiess es.

Behörden prüfen, ob die Familie etwas wusste

Es werde untersucht, inwieweit die Familie des Angreifers von dem «abscheulichen Anschlag» wusste oder ob sie ihn unterstützt habe, schrieb Heimatschutzministerin Kristi Noem ebenfalls auf der Plattform X. Sie bezeichnete ihn als Terroristen. Er werde in den USA mit der vollen Härte des Gesetzes strafrechtlich belangt werden. Medienberichten zufolge sagte der Tatverdächtige der Polizei nach seiner Festnahme, er habe niemandem von seinen Plänen erzählt.

Der Angreifer hatte zwei Molotowcocktails auf eine Gruppe von rund 20 Demonstranten geworfen, die auf die israelischen Geiseln aufmerksam machen wollten, die noch in der Hand der islamistischen Hamas im Gazastreifen sind. Er hatte die Attacke laut Polizei nach eigener Aussage von langer Hand geplant und zeigte keine Reue. Ermittlern zufolge hatte er noch 16 weitere Brandsätze vorbereitet, die jedoch nicht zum Einsatz kamen.

Im Fall einer Verurteilung droht ihm nach Angaben der US-Strafverfolgungsbehörden lebenslange Haft. (sda/dpa)

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