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Tausende demonstrieren in Liestal gegen «Corona-Diktatur»

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Protest in Liestal
quelle: keystone / georgios kefalas
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Tausende demonstrieren in Liestal gegen «Corona-Diktatur»

20.03.2021, 17:3221.03.2021, 15:17

Rund 7000 Personen – praktisch alle ohne Schutzmasken – haben am Samstag in Liestal BL an einem bewilligten Protestmarsch gegen die Corona-Massnahmenpolitik teilgenommen. Die Polizei liess sie trotz des Nichteinhaltens der Schutzmassnahmen gewähren.

Man habe die Lage situativ beurteilen müssen, sagte ein Polizeisprecher einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Man sei deshalb trotz der fehlenden Schutzmasken nicht einschritten. Die Polizei habe sich auf die Gewährleistung eines ruhigen und sicheren Ablaufs konzentriert.

Die mehrfachen Aufrufe, sich an die Schutzbestimmungen zu halten, verhallten ungehört. Bis zum Schlusspunkt des Protestmarsches seien aber keine nennenswerten Zwischenfälle registriert worden, sagte der Polizeisprecher.

Anhaenger des Vereins Stiller Protest bei einer Demonstration gegen die Massnahmen zur Eindaemmung des Coronavirus in Liestal, am Samstag, 20. Maerz 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Bild: keystone

Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmer aus der ganzen Schweiz – nicht wenige trugen Kantonswappen mit sich – marschierten auf einer vorgeschrieben Route entlang der Liestaler Altstadt vom Bahnhof zu einer Schulanlage am Rand des Baselbieter Kantonshauptorts. Angeführt wurde der lange Zug von einer Gruppe von Teilnehmenden, die sich in weissen Overalls als willenlose Zombies inszenierten. Hinterher marschierten Menschen aller Altersgruppen.

Demonstration «gegen die Diktatur»

Die Protestierenden trugen Schilder mit Aufschriften wie «Impfen tötet», «Lasst unsere Kinder in Ruhe» oder «Keine Massentests». Der Zug blieb auf der ganzen Strecke friedlich.

Anhaenger des Vereins Stiller Protest bei einer Demonstration gegen die Massnahmen zur Eindaemmung des Coronavirus in Liestal, am Samstag, 20. Maerz 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Bild: keystone

Auf der prall gefüllten Schulanlage am Schluss des Protestmarsches traten schliesslich verschiedene Redner auf. Man stehe für das Menschenrecht für Freiheit ein und demonstriere gegen die Diktatur, welche diese einschränke, sagte eine Sprecherin des Vereins «Stiller Protest». Nach dem Alleingang des Bundesrats werde es immer wichtiger, sich in der Öffentlichkeit zu manifestieren, sagte ein anderer Sprecher.

Als weitere Sprecher waren bekannte Corona-Skeptiker wie der Basler «Männerarzt» Marco Caimi oder der Genfer Homöopath und Impfgegner Edouard Broussalian angekündigt.

Die Veranstalter des Protestmarsches sprachen von 10'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Polizei nannte auf Anfrage eine Zahl von 6000 bis 7000 Teilnehmenden.

Zum Protestmarsch aufgerufen hatte der Verein «Stiller Protest». Dieser initiierte in den vergangenen Wochen unter anderem bereits in Wohlen AG und Chur GR entsprechende Kundgebungen. (sda)

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