Schweiz
Bern

Corona: Gym-Besucher kämpfen wegen Shutdown mit Muskelschwund

Video: watson

«Kann nur noch 60 statt 90 Kilo drücken» – so geht es den Pumpern nach dem Shutdown

Nach vier Monaten ohne Gyms können Fitness-Enthusiasten endlich wieder Gewichte stemmen. Die Kräfte sind aber arg geschwunden, wie ein Augenschein in einem Berner Fitnessstudio zeigt.
19.04.2021, 11:1019.04.2021, 12:29

Endlich wieder Muskeln stählen: Kurz nach sieben Uhr tummeln sich im Fitnessstudio «Basefit» im Berner Lorrainequartier knapp 15 Personen.

Rémy (29) hat gerade eine Runde Bankdrücken hinter sich. Der Fitness-Shutdown hat bei ihm deutliche Spuren hinterlassen: «Statt 90 schaffe ich beim ‹Bench› nur noch 60 Kilo. Ich habe in vier Monaten ein Drittel meiner Muskelkraft verloren», sagt er zum watson-Reporter.

«Es ist einfach ein super Gefühl, wenn man um 6.30 Uhr im Gym stehen kann.»
Rémy

Dementsprechend froh sei er, wieder im Studio trainieren zu dürfen. «Es ist einfach ein super Gefühl, wenn man um 6.30 Uhr im Gym stehen kann.»

Ein Drittel an Muskeln eingebüsst: Die Kräfte haben während des Training-Lockdowns nachgelassen.
Ein Drittel an Muskeln eingebüsst: Die Kräfte haben während des Training-Lockdowns nachgelassen. bild: watson

Nebenan stemmt Markus einige Gewichte. Auch er schafft einen Viertel weniger Kilos als vor dem Shutdown. «Zu Hause konnte ich mich einfach nicht richtig motivieren», sagt er. Zudem hätten ihm die richtigen Geräte gefehlt. «Leider habe ich Gewicht zugelegt», sagt er und hält sich seinen Bauch.

Auch der watson-Autor – seit Jahren ein treuer Besucher im Lorraine-Fitness – kämpft mit einigen Kilos Corona-Speck. Da sollte ein Intervalltraining auf dem Hometrainer helfen.

Der Selbstversuch zeigt: Trotz regelmässigen Jogging-Runden während den Wintermonaten fühlt man sich im Fitnesscenter so richtig eingerostet. Die Maske ist zudem nicht gerade förderlich, um auf Touren zu kommen. Denn es gilt selbst auf den Geräten eine strikte Maskenpflicht.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Keine Angst vor Corona-Ansteckung

Damit sich die Fitnesscenter nicht zu Corona-Hotspots entwickeln, gelten strenge Sicherheitsmassnahmen. Um die Abstände zu gewährleisten, sind viele Geräte blockiert. Zudem ist die Anzahl der Besucherinnen und Besucher beschränkt.

Per Newsletter appelliert Basefit an die Mitglieder, die Stosszeiten am Mittag und Abend zu meiden. «Ich habe keine Angst vor einer Corona-Ansteckung», sagt Rémy. Es müssten sich einfach alle an die Regeln halten und fleissig Hände waschen und Geräte desinfizieren. «Dann ist das keine Sache.»

Wie steht es mit deinem Fitness-Zustand nach dem Shutdown? Schreib deine Erfahrungen ins Kommentarfeld.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Bleiben Sie zuhause!»: Corona in der Schweiz in Zitaten
1 / 18
«Bleiben Sie zuhause!»: Corona in der Schweiz in Zitaten
Seit einem Jahr dominiert die Corona-Pandemie das öffentliche und private Leben in der Schweiz. Ein Rückblick in 14 Zitaten.
quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Corona-Lockdown – So trainieren unsere Profi-Sportler
Video: watson
«Ich würde nie Sex haben im TV» – So ehrlich ist Bachelorette Ariel
Ab nächstem Montag kämpfen 21 junge Männer wieder um das Herz der neuen Bachelorette. Welcher der Traumprinzen schlussendlich ihr Seelenverwandter wird, möchte uns Ariel noch nicht verraten. Wir haben die Baslerin aber trotzdem ins Kreuzverhör genommen und geschaut, wie «real» sie wirklich ist.
Mit Ariel ist Action in der neuen Staffel «Bachelorette» vorprogrammiert. Sie ist nämlich alles andere als ein Neuling. Mit Formaten wie «Are You the One», «Prominent getrennt» oder dem «Dschungelcamp» hat sie schon einiges an Erfahrung auf dem Reality-TV-Buckel. Sie selbst beschreibt sich auf Social Media als laut, direkt und unbequem.
Zur Story