Schweiz
Blaulicht

Intime Mails an Medien verschickt: Zuger Polizei stellt zwei Angestellte frei

Thomas Armbruster, Kommandant der Zuger Polizei, fotografiert am Mittwoch, 23. Januar 2019, in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Bei der Zuger Polizei ist es zu einem ärgerlichen Vorfall gekommen. (Symboldbild)Bild: KEYSTONE

Intime Mails an Medien verschickt: Zuger Polizei stellt zwei Angestellte frei

21.12.2019, 12:0721.12.2019, 19:22

Die Zuger Polizei hat einen Kadermitarbeiter und eine Mitarbeiterin freigestellt und eine Untersuchung gegen die zwei Personen eingeleitet. Grund ist, dass der private Mailverkehr von und zwischen den beiden Angestellten öffentlich geworden ist.

Die Mails waren am Freitagmittag an mehrere Personen und an Medien (auch an watson) verschickt worden, wie die Zuger Polizei am Samstag mitteilte. Publikationen der CH Media-Gruppe sowie der «Blick» hatten zuvor über den Vorfall berichtet.

Der Schriftverkehr sei im Namen der nun freigestellten Polizeimitarbeiterin versendet worden, teilte die Zuger Polizei mit. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass eine unbekannte Drittperson für den Versand verantwortlich sei.

In den Mails geht es um angebliche Affären des Kaderpolizisten und um angebliche Belästigungen. Die Zuger Polizei schreibt, dass in den veröffentlichten Mails auch vertrauliche Daten aus dem Einsatzjournal der Zuger Polizei enthalten seien, die dem Amtsgeheimnis unterliegen würden.

Die Zuger Polizei leitete eine Untersuchung ein. Es handle sich um eine strafrechtliche Untersuchung, sagte Sandra Peier, Mediensprecherin der Zuger Strafverfolgungsbehörden, auf Anfrage. Sie werde von einem anderen Polizeikorps durchgeführt.

Der Kommandant der Zuger Polizei ergriff gegen den Kadermitarbeiter und die Mitarbeiterin eine personalrechtliche Massnahme und stellte die beiden Personen per sofort frei. Die Zuger Regierung und die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zug seien über den Vorfall und die getroffenen Massnahmen informiert worden, teilte die Polizei mit. (cm/künsda)

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