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Eins, zwei, drei; jetzt ist auch die Lega mit dabei: Toni Brunner will mit Dreierticket in die Bundesratswahl

Lehnt eine Kandidatur weiterhin ausdrücklich ab: Toni Brunner.
Lehnt eine Kandidatur weiterhin ausdrücklich ab: Toni Brunner.
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Eins, zwei, drei; jetzt ist auch die Lega mit dabei: Toni Brunner will mit Dreierticket in die Bundesratswahl

SVP-Parteipräsident Toni Brunner begrüsst die Kandidatur des Lega-Politikers Norman Gobbi für die Bundesratswahlen ausdrücklich. Der Tessiner Staatsratspräsident politisiere voll und ganz auf SVP-Linie. Brunner will nun mit drei Kandidaten zur Wahl antreten.
08.11.2015, 03:3408.11.2015, 10:49

Weil die SVP als nationale Partei in allen Sprachregionen vertreten sei, «wäre es sinnvoll, der Bundesversammlung ein Dreierticket vorzuschlagen, mit je einem Kandidaten aus jeder Sprachregion», sagte der SVP-Chef in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Diese Idee gefalle ihm.

Die möglichen SVP-Bundesratskandidaten

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Die möglichen SVP-Bundesratskandidaten
Albert Rösti, Nationalrat, SVP Bern, ist nicht mehr Kandidat.
quelle: keystone / gian ehrenzeller
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Die Kandidatur von Lega-Mann Gobbi, der am Samstag von der SVP Tessin offiziell nominiert wurde, macht laut Brunner Sinn: «Norman Gobbi war als Nationalrat in unserer Fraktion, und ich weiss, dass er keine einzige seiner Positionen aufgeben müsste, um unsere Partei im Bundesrat zu vertreten.» Wenn er es auf das Kandidatenticket schaffe, seien seine Wahlchancen «mehr als nur intakt».

Eine Kandidatur aus dem Tessin wertet Brunner als «starkes Zeichen»: Auch im Tessin wachse die SVP immer mehr. Und der Kanton sei seit vielen Jahren nicht mehr im Bundesrat vertreten.

«Fusion begrüssenswert»

SVP und Lega seien «eng verbunden», sagte Brunner weiter. Die beiden Parteien arbeiten schon länger zusammen, er würde eine Fusion begrüssen. Auf nationaler Ebene ist die Lega seit 2003 Teil der SVP-Fraktion.

Laut der Zeitung «Schweiz am Sonntag» hat der SVP-Parteipräsident den Tessiner Lega-Vertreter persönlich getroffen, um ihn von einer Kandidatur zu überzeugen. Das sagte Gobbi in einem Interview. «Wir wollten sicher sein, dass meine Kandidatur für die SVP Schweiz gemäss ihren Statuten und des Selektionsverfahrens korrekt und politisch vertretbar ist.»

«Korrekt und politisch vertretbar»: Norman Gobbi ist nominiert.
«Korrekt und politisch vertretbar»: Norman Gobbi ist nominiert.
Bild: TI-PRESS

In einem Interview mit dem «SonntagsBlick» schloss Brunner zudem erneut eine eigene Kandidatur definitiv aus. Auch Peter Spuhler stehe nicht zur Verfügung. Das Amt als Parteipräsident will Brunner aber behalten. (dwi/sda)

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