Nächste Absage für die SVP: Auch Pascal Schmid will nicht in den Bundesrat
Der Thurgauer SVP-Nationalrat Pascal Schmid kandidiert nicht für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin. Das gibt am Dienstagmorgen in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger bekannt.
Er galt als Favorit der Parteispitze und hatte die Unterstützung von Christoph Blocher. Nach Natalie Rickli und Esther Friedli ist es bereits die dritte Absage für die SVP. Schmid ist erst seit drei Jahren im Nationalrat. Er will im Parlament bleiben und sich auf seine Ständeratskandidatur 2027 konzentrieren. Auch seine Anwaltskanzlei sei ihm wichtig.
Der Entscheid sei ihm extrem schwergefallen, sagt Schmid. Am Ende habe er ihn als Bauchentscheid gemeinsam mit seiner Frau getroffen. Eine spätere Kandidatur schliesst er nicht aus. Als Parlamentarier könne er derzeit mehr bewegen. Als Bundesrat müsste er etwa für die neuen EU-Verträge werben, die er bekämpfen will.
Schmid zeigt sich überzeugt, dass die SVP bis zur Deadline am Freitag noch gute Kandidaten präsentieren werde. Dazu sagt er im «Tages Anzeiger»: «Es muss sekundär sein, ob es ein Mann oder eine Frau, eine Romande oder ein Deutschschweizer ist.»
Auch Imark verzichtet
Auch der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark will nicht Nachfolger von Parmelin werden. Der 44-Jährige begründet den Verzicht mit seiner familiären Situation. Seine zwei kleinen Kinder bräuchten ihren Vater.
Auch habe er noch laufende Projekte, sagte Imark am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Meldung von SRF. Imark gehört seit November 2015 dem Nationalrat an.
Als Einzige hat bisher die Genfer Nationalrätin und SVP-Vizepräsidentin Céline Amaudruz ihr Interesse für eine Kandidatur angemeldet. Parmelin hatte nach elf Jahren im Bundesrat Anfang Oktober seinen Rücktritt bekannt gegeben. Gewählt wird Parmelins Nachfolgerin oder Nachfolger am 9. Dezember im Rahmen der Wintersession. (sda)
