Schweiz
Bundesrat

Bundesrat Ueli Maurer lässt SRF-Interview platzen

Gibt auch als Bundespräsident die Richtung in seiner Partei vor: Ueli Maurer an der gestrigen SVP-Delegiertenversammlung in Amriswil TG.
Ueli Maurer müsste als Bundesrat die Steuervorlage 17 vertreten. Eigentlich ...Bild: KEYSTONE

Bundesrat Ueli Maurer lässt Interview platzen – SRF ist sich keiner Schuld bewusst

08.04.2019, 16:2008.04.2019, 20:51

Eigentlich hätte Ueli Maurer heute mit SRF-Moderator Reto Lipp ein Interview gehabt. Doch der Bundesrat liess dieses kurzerhand platzen, wie der Wirtschaftsjournalist auf Twitter mitteilt.

Dem Vorsteher des Finanzdepartements passte offenbar die Bildsprache des geplanten «ECO»-Fernsehbeitrages nicht. Dort hiess es: «alter Wein in neuen Schläuchen.»

Lipp schreibt, dass Maurer zwar im Studio erschienen sei, aber den Termin letzten Endes nicht wahrgenommen habe. Der Bundesrat habe sich desweiteren auch daran gestört, dass Professor Christioph Schaltegger von der Uni Luzern im Beitrag zu Wort kam.

Ueli Maurer hätte nach dem Beitrag acht Minuten Zeit gehabt, die Vorlage zu vertreten, wollte dies aber nicht mehr tun.

Ganz alleine wird Moderator Reto Lipp heute jedenfalls nicht im Studio sein. Er hat kurzfristig Ersatz gefunden: Anstatt Maurer wird heute Swissmem-Vize Philipp Mosimann die Steuervorlage vertreten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bundesrat Ueli Maurer ein Interview abbricht.

Bereits legendär ist Maurers Aussage nach den Bundesratswahlen 2015: Als SRF ihn kurz etwas fragen wollte, sagte er: «Nei, kä Luscht!»

Ueli Maurer hatte auch 2015 «kä Luscht».Video: YouTube/Louie & Ralph

SRF-Chefredaktor Tristan Brenn verteidigt das Vorgehen seines Teams. Eco habe keine Abmachungen gebrochen, Konfrontation mit Argumenten der Gegner sei journalistische Pflicht, schreibt er auf Twitter. (cma)

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quelle: epa/epa / florian wieser
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