Schweiz
Bundesrat

Immobilien: Hypo-Referenzzins bleibt auf 1,25 Prozent

Gebaeude wachsen in den Himmel, aufgenommen am Donnerstag, 30. Mai 2013, in Zuerich West. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Der hypothekarische Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent.Bild: KEYSTONE

Keine Veränderungen für Mieter: Der Hypo-Referenzzins bleibt auf 1,25 Prozent

Mieterinnen und Mieter können keine weiteren Mietzinsreduktionen einfordern. Denn der mietrechtlich relevante hypothekarische Referenzzinssatz verharrt bei 1,25 Prozent.
02.03.2026, 08:0302.03.2026, 09:23

Dies hat das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Montag mitgeteilt. Konkret sank der für den Referenzzinssatz massgebende Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen lediglich von 1,33 auf 1,32 Prozent.

Der Zinssatz wird kaufmännisch gerundet und beim Über- bzw. Unterschreiten des Grenzwerts gleich um 25 Basispunkte angepasst. Er bleibt konkret auf dem aktuellen Niveau, bis der Durchschnittszinssatz auf unter 1,13 Prozent sinkt oder auf über 1,37 Prozent steigt.

Experten nicht überrascht

Im letzten September war der Referenzzinssatz, der vierteljährlich festgelegt wird, auf das jetzige Niveau gesunken. Davor war er im März 2025 auf 1,50 Prozent zurückgegangen, nach zwei Erhöhungen Mitte und Ende 2023. Das aktuelle Niveau entspricht dem Tiefststand.

Für Experten ist es keine Überraschung, dass der Zinssatz bei 1,25 Prozent bleibt. Obschon der Leitzins der SNB seit Mitte 2025 bei Null liegt, sei ein noch tieferer Referenzzins kaum denkbar, hiess es im Vorfeld unisono.

Nie unter 1,17 Prozent

«Selbst nach mehreren Jahren im Negativzinsumfeld fiel der Durchschnittszins im Jahr 2022 lediglich auf einen Tiefpunkt von 1,17 Prozent», schrieb etwa das Immobilien Research der Zürcher Kantonalbank. Und auch das reichte nicht für eine Senkung des Referenzzinssatzes auf 1,00 Prozent.

Bei einer Senkung des Referenzzinssatzes um 0,25 Prozentpunkte, müssen die Vermieter den Mietzins um 2,9 Prozent reduzieren - sofern sie auch die vorherigen Erhöhungen umgesetzt haben. Umgekehrt dürfen die Vermieter den Mietzins um 3 Prozent erhöhen, wenn der Referenzzinssatz um 0,25 Prozentpunkte steigt.

Behalten die Ökonomen recht, sollten sich Mieterinnen und Mieter also nicht auf sinkende Mietzinsen freuen. Im Gegenteil drohen in absehbarer Zeit Erhöhungen.

Wann geht es aufwärts?

Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile rechnet im Jahr 2027 mit ein bis zwei Leitzinserhöhungen durch die Nationalbank (SNB) um je einen Viertelprozentpunkt - eine fortgesetzte Erholung der Schweizer Wirtschaft vorausgesetzt, wie er kürzlich sagte. «Dann käme ein Anstieg des Referenzzinssatzes wieder in Reichweite.»

Fabian Waltert von UBS hat einen etwas kürzeren Horizont im Auge, wie er im Vorfeld sagte. Denn es brauche nicht zwingend höhere Leinzinsen durch die SNB, damit der Referenzzinssatz steige. Höhere Kapitalmarktzinsen und damit teurere Festhypotheken reichten aus. Er rechnet damit, dass die Zinsen von Festhypotheken bis Herbst 2026 um rund 20 Basispunkte ansteigen. In diesem Szenario sei ein Referenzzinssatzanstieg «im ersten Halbjahr 2027 wahrscheinlich». (awp/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Einmal Kevin sein: Das «Home Alone»-Haus steht zum Verkauf
1 / 28
Einmal Kevin sein: Das «Home Alone»-Haus steht zum Verkauf
quelle: zillow / zillow
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kreative Verkaufsstrategie: Immobilienmaklerin tanzt durch ihre Häuser
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Ach, die Swissair...»: Rückblick auf gloriose Zeiten der Luftfahrt – und ihr Ende
Am 2. Oktober jährt sich das Grounding der nationalen Fluggesellschaft zum 25. Mal. Der Untergang der «fliegenden Bank» veränderte das Schweizer Selbstgefühl.
Swiss-Flug LX 38 von Zürich nach San Francisco. Kurz vor der Landung kommt Flight Attendant Sylvie Merlo* (*Name geändert) ins Reden. Sie hat eine lange Karriere über den Wolken hinter sich, erlebte viele Krisen der Luftfahrt. Sie spricht über Konflikte mit Maskenverweigerern, ausbleibende Geschäftskunden und ihre bevorstehende Frühpensionierung. «Es wird nicht besser, und die Swiss machte älteren Crew-Angestellten wie mir ein gutes Angebot», sagt die Westschweizerin.
Zur Story