Schweiz
Gesellschaft & Politik

Amtsmissbrauch, Nötigung, Urkundenfälschung: Neuenburger Ex-Regierungsrat Hainard schuldig gesprochen

Justiz

Amtsmissbrauch, Nötigung, Urkundenfälschung: Neuenburger Ex-Regierungsrat Hainard schuldig gesprochen

19.09.2014, 11:0219.09.2014, 11:32

Frédéric Hainard hat sich in seiner Zeit als Neuenburger Regierungsrat des Amtsmissbrauchs, der Nötigung und der Urkundenfälschung schuldig gemacht. Das Strafgericht reduzierte die vom Staatsanwalt beantragte Strafe um mehr als die Hälfte.

Während Hainard politisch bereits vor vier Jahren sanktioniert worden war, hatte das Neuenburger Regionalgericht Littoral und Val-de-Travers diese Woche den strafrechtlichen Aspekt der Affäre zu beurteilen. Richter Alexandre Seiler kam zum Schluss, dass sich der frühere FDP-Regierungsrat des Amtsmissbrauchs, der Nötigung und der Urkundenfälschung schuldig gemacht hat.

Für Geliebte Job verschafft

Dass damals eine schwierige Situation in einem seiner Ämter geherrscht habe, entschuldige das Vorgehen Hainards nicht. Dieser hatte zusammen mit seiner Geliebten, der er einen Job als Arbeitsinspektorin verschafft hatte, mehrere Einvernahmen persönlich begleitet. Inwieweit Hainard dabei aktiv gewesen sei, sei für das Gericht schwierig zu beurteilen, sagte Seiler.

Der Staatsanwalt hatte eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagen verlangt, der Verteidiger von Hainard einen Freispruch. Das Gericht setzte die auf zwei Jahre bedingte Geldstrafe auf 40 Tagessätze zu 100 Franken, also 4000 Franken an. Hinzu kommt eine Busse von 3000 Franken. Weiter muss Hainard einen Teil der Gerichtskosten, nämlich 5000 Franken, zahlen. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Ardon Jashari und das Licht: So findet er auch in der Nati seine Rolle
Seine Karriere kannte lange nur eine Richtung: steil nach oben. Dann brach sich Ardon Jashari das Wadenbein – und fiel in ein tiefes Loch. Nun findet der 24-Jährige bei der Schweizer Nati immer besser seinen Platz. Ausgerechnet in Luzern könnte sich für ihn ein Kreis schliessen.
Plötzlich wird es dunkel. Ganz, ganz dunkel. «In den ersten Tagen ist die Welt für mich untergegangen. 48 Stunden lang war ich fast nicht ansprechbar», sagt Ardon Jashari über den schlimmsten Moment in seiner Karriere.
Zur Story