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Macron verspricht Keller-Sutter Platz am Tisch der neuen Schengen-Gruppe

Macron verspricht Keller-Sutter Platz am Tisch der neuen Schengen-Gruppe

Der französische Präsident schlägt ein neues Steuergremium für den Schengenraum vor. Die Schweiz will er dabei mit am Tisch haben, wie er Bundesrätin Karin Keller-Sutter bestätigt hat.
03.02.2022, 11:4803.02.2022, 11:49
Remo Hess, Lille / ch media

Bundesrätin Karin-Keller Sutter konnte sich am Rande eines Abendessens der EU-Innen- und Justizminister in der nordfranzösischen Stadt Lille auch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron austauschen. Sie habe ihn vor allem nach der Rolle der Schweiz in dem von ihm vorgeschlagenen neuen «Schengen-Rat» gefragt. Dazu habe Macron ihr eine «sehr positive» Antwort geben können: «Selbstverständlich sind die Schweiz und die assoziierten Staaten dabei und das ist eine sehr gute Nachricht», sagte Keller-Sutter am Donnerstag gegenüber Journalisten.

Bundesraetin Karin Keller-Sutter spricht waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 14. Dezember 2021 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bundesrätin Karin-Keller Sutter hat sich mit Frankreichs Präsident Emanuel Macron ausgetauscht.Bild: keystone

Ziel: Schneller und effizienter auf Schengen-Krisen reagieren

Der von Macron vorgeschlagene Schengen-Rat soll sich regelmässig auf Ebene EU-Minister treffen und die Politik im grenzfreien Schengenraum besser koordinieren. Nach den Erfahrungen der verschiedenen Terroranschläge in Europa, Migrationsbewegungen und zuletzt der Pandemie ist der französische Präsident der Meinung, dass es eine verstärkte politische Steuerung des Schengenraums brauche. Als Vorbild schwebt ihm die Eurogruppe vor, ein Gesprächsformat unter den Finanzministern der Eurozone, das von einem eigenen Vorsitzenden geleitet wird und gerade während der Eurokrise eine herausragende Bedeutung eingenommen hat.

Die Schweiz nimmt bis anhin regelmässig an Treffen der Innen- und Justizminister teil – in erster Linie, wenn es um Fragen mit Schengen-Bezug geht. Ihre Meinung wird angehört. Formelle Mitbestimmungsrechte hat sie aber keine.

Aussengrenzschutz als Gegenstück von Freizügigkeit nach innen

Zur anstehenden Abstimmung in der Schweiz über den Ausbau der Frontex-Grenzschutzagentur sagte Bundesrätin Keller-Sutter: «Ich hoffe, dass man in der Schweiz erkennen wird, dass es keine Reisefreiheit gibt». Die Personenfreizügigkeit innerhalb des Schengenraums sei das Gegenstück zum Schutz der Aussengrenzen. «Dieser ist wichtig, um Kriminalität und illegale Migration einzudämmen», so Keller-Sutter.

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