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Schweizer Missionarin in Mali schon zum zweiten Mal entführt

Schweizer Missionarin in Mali schon zum zweiten Mal entführt

08.01.2016, 12:1908.01.2016, 13:21

Eine bereits einmal im April 2012 im Norden Malis entführte Schweizerin ist in der Nacht auf Freitag in Timbuktu erneut von bewaffneten Männern entführt worden. Die Frau ist seit Jahren in Timbuktu als Missionarin tätig.

Dies teilte ein Sprecher der malischen Armee mit. Vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gab es noch keine Bestätigung.

Die Frau war bereits im April 2012 ein erstes Mal von Islamisten verschleppt worden. Nach Vermittlungen durch die Regierung von Burkina Faso wurde sie nach neun Tagen freigelassen. Die Islamisten liessen sie offenbar unter der Bedingung frei, dass sie nicht in die Wüstenstadt zurückkehre, um zu missionieren.

Zwei im Jahr 2011 in Timbuktu von der Islamisten-Organisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) entführte Ausländer, ein Südafrikaner und ein Schwede, sind dagegen bis heute in Gefangenschaft.

Der Norden Malis war im Frühjahr 2012 in die Hände von Dschihadisten-Gruppen gefallen. Französische Streitkräfte hatten Anfang 2013 eine Offensive gegen Islamisten und Rebellen im Norden des westafrikanischen Krisenstaats gestartet. Deren Vormarsch Richtung Süden wurde dadurch gestoppt, die Sicherheitslage blieb aber angespannt.

(sda)

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