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US-Präsident Joe Biden reist nicht ans WEF in Davos

US-Präsident Joe Biden reist nicht ans WEF in Davos

06.01.2023, 18:4106.01.2023, 18:41

US-Präsident Joe Biden reist nicht ans diesjährige WEF in Davos, auch nicht seine Vize Kamala Harris oder Aussenminister Antony Blinken. Die USA schicken stattdessen John Kerry, den Sondergesandten des Präsidenten für das Klima, und Arbeitsminister Martin J. Walsh.

President Joe Biden speaks during a cabinet meeting at the White House, Thursday, Jan. 5, 2023, in Washington. (AP Photo/Patrick Semansky)
Joe Biden
Joe Biden lässt sich am diesjährigen WEF vertreten und erscheint nicht persönlich.Bild: keystone

In der US-Delegation für das Weltwirtschaftsforum (WEF), das vom 16. bis 20. Januar im Bündnerland stattfindet, sind auch FBI-Direktor Christopher Wray, Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines, Entwicklungsministerin Samantha Power sowie mehrere Senatoren und Mitglieder des Repräsentantenhauses. Das teilte die US-Botschaft in Bern am Freitagabend mit.

Am WEF 2023 werden rund 3000 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft erwartet. Der Leitsatz für dieses Jahr lautet «Cooperation in a Fragmented World» («Zusammenarbeit in einer fragmentierten Welt»).

Die Gästeliste veröffentlicht das WEF kommende Woche. Bereits bekannt ist, dass unter anderem Bundespräsident Alain Berset, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der deutsche Kanzler Olaf Scholz und Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, an dem Treffen teilnehmen.

2022 war Ukraine-Krieg dominierendes Thema

Im vergangenen Jahr war das Weltwirtschaftsforum in Davos wegen der Corona-Pandemie vom Januar auf den Mai verschoben worden. Thematisch dominierte diesmal nicht die Wirtschaft, sondern der seit Februar wütende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Gekommen waren rund 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Themen die Klimaerwärmung oder die Folgen der Pandemie wurden an den Rand gedrängt.

In vielen Veranstaltungen des vergangenen Jahres riefen sich ukrainische Vertreter in Erinnerung. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte in einer Videoansprache bei der Eröffnung die internationale Staatengemeinschaft zu «maximalen» Sanktionen gegen Russland auf.

Die Führungselite am WEF wiederum sagte der Ukraine Unterstützung und Solidarität zu. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen etwa sagte, dass dies «ein entscheidender Moment für alle Demokratien» sei. (saw/sda)

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