Schweiz
International

Papst Franziskus kündigt 21 neue Kardinäle an – auch ein Schweizer dabei

Papst Franziskus kündigt 21 neue Kardinäle an – auch ein Schweizer dabei

09.07.2023, 14:4309.07.2023, 14:43

Papst Franziskus will Ende September 21 Geistliche zu Kardinälen machen, unter ihnen den Walliser Erzbischof Emil Paul Tscherrig. 18 dieser Kirchenmänner werden bei einem möglichen Konklave wahlberechtigt sind, wie das Oberhaupt der katholischen Kirche ankündigte.

epa10735817 Pope Francis leads his Sunday Angelus prayer from the window of his office overlooking Saint Peter's Square, Vatican City, 09 July 2023. EPA/RICCARDO ANTIMIANI
Papst Franziskus am Sonntag, 9. Juli.Bild: keystone

Alle Kardinäle unter 80 Jahre dürfen bei Papst-Wahlen dabei sein. Unter den neuen Kardinälen ist der Argentinier Victor Manuel Fernández, der künftig das mächtige Glaubensdikasterium leiten wird. Wie bereits in den vergangenen Jahren hat sich Franziskus vermehrt für Bischöfe und Erzbischöfe aus nicht-europäischen Ländern entschieden, etwa aus Tansania, Malaysia, dem Südsudan, China und Südafrika.

Auch jemand aus dem deutschsprachigen Raum ist diesmal dabei: Der Walliser Emil Paul Tscherrig, der als erster Nicht-Italiener seit 2017 Nuntius (vatikanischer Botschafter) für Italien und San Marino ist, wird ebenfalls zum Kardinal gemacht. Der 76-jährige Tscherrig wurde als ältestes von acht Kindern in Unterems im Oberwallis geboren. 1974 empfing er die Priesterweihe und promovierte an der Päpstlichen Universität Gregoriana.

Johannes Paul II. berief ihn 1978 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls.1996 wurde er von Johannes Paul II zum Apostolischen Nuntius in Burundi ernannt. In den folgenden Jahrzehnten war er als päpstlicher Nuntius in verschiedenen Kontinenten tätig, unter anderem 2012 in Argentinien. Zu dieser Zeit war der jetzige Papst Erzbischof von Buenos Aires.

Zu den Auserwählten von Franziskus gehört darüber hinaus der Bischof von Hongkong (China), Stephen Sau-yan Chow. Das sogenannte Konsistorium ist für 30. September in Rom geplant. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Trump: Aussetzung der Russland-Sanktionen soll Friedensgespräche am Laufen halten
Donald Trump setzt mehrere neue Russland-Sanktionen für 60 Tage aus. Der US-Präsident will Moskau damit am Verhandlungstisch halten. Wolodymyr Selenskyj wirft Washington dagegen vor, sich zunehmend auf die Seite Russlands zu stellen.
US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung verteidigt, mehrere neue Sanktionen gegen Russland vorerst auszusetzen. Er wolle während der laufenden Friedensverhandlungen nichts tun, was Moskau «vom Verhandlungstisch vertreiben» könnte, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Zur Story