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St.Gallen-Anhänger beschimpfen FCZ-Tosin als «scheiss Mohrechopf»

FCZ-Stürmer als «scheiss Mohrechopf» beschimpft – St.Gallen will Täter ausfindig machen

Aiyegun Tosin, Stürmer beim FC Zürich, wurde während des Spiels am Donnerstag im St.Galler Kybunpark von einem Zuschauer beleidigt. Der St.Galler Clubpräsident droht nun mit Konsequenzen.
27.06.2020, 13:1127.06.2020, 17:03
Zuerichs Tosin Aiyegun, links, gegen St. Gallens Victor Ruiz Abril, im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Zuerich, am Donnerstag, 25. Juni 2020, im Kybunpark in St. Gall ...
Aiyegun TosinBild: keystone

Der FC Zürich war am Donnerstag beim Leader FCSG im Kybunpark zu Gast. Der FCZ gewann das Spiel mit 4:0, zwei der Tore schoss Stürmer Aiyegun Tosin. Beim Jubel über seinen Treffer in der 64. Minute wurde Tosin von einem Zuschauer beschimpft, wie «20 Minuten» schreibt. Auf einem Youtube-Video ist ab Minute 14:07 zu hören, wie ein Mann «scheiss Mohrechopf» ruft.

Auf Bildern des SRF ist zu sehen, dass Tosin Pfiffe der Fans bereits vor der Beschimpfung mit einem Finger auf seinen Lippen quittierte. Diese Geste brachte dem 21-Jährigen eine Verwarnung wegen Unsportlichkeit ein, schreibt das Onlineportal weiter. Danach setzte der Stürmer zum Protest an und kniete sich für kurze Zeit hin. Eine bekannte Geste: So machte es auch der einstige Football-Quarterback Colin Kaepernick 2016 während der US-Nationalhymne, um auf die Ungerechtigkeit gegen Schwarze in den USA aufmerksam zu machen.

St. Gallen verurteilt rassistischen Vorfall

St. Gallens Präsident Matthias Hüppi verurteilte am Samstag die Aktion in einer Mitteilung des Klubs aufs Schärfste. Der FC St. Gallen sei «schockiert und wütend» und werde Rassismus auch nicht ansatzweise tolerieren, liess Hüppi verlauten. Die Ostschweizer wollen alles dafür tun, um den Täter zu identifizieren und zu bestrafen. «Ich möchte diese Person nie mehr bei uns im Kybunpark sehen», so Hüppi. Der FC St. Gallen reiche Strafanzeige gegen Unbekannt ein.

Eduard Schmidt, Assistenz-Trainer der St. Galler, meldete sich am Samstag via Twitter zu Wort.

(bzbasel.ch / sda)

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