Schweiz
SVP

SVP-Wahlkampfauftakt in ZSC-Stadion mit Ueli Maurer und Albert Rösti

In Schwing-Arena und mit singendem Ueli Maurer – SVP-Wahlauftakt vor 4000 Unterstützern

Rund 4000 Personen haben gemäss SVP am Wahlauftakt in Zürich teilgenommen. Im Stadion der ZSC Lions bot die SVP Reden gegen Zuwanderung und Linksgrün sowie viel Unterhaltung.
26.08.2023, 16:1426.08.2023, 17:44

In dem zur Schwing-Arena umgestalteten Eishockeyspielfeld startete die SVP mit Schweizer Brauchtum. «Wir feiern unsere einheimische Kultur», sagte Wahlkampfleiter Marcel Dettling.

Moderator Roman Kilchsperger outete sich als SVP-Fan und machte immer wieder Sprüche über die «Woke-Kultur». Beim Schweizer Fernsehen habe man 15 Jahre lang nicht gemerkt, dass er eigentlich kein Linker sei, scherzte er.

Moderator Roman Kilchsberger spricht mit Walter Frey, Verwaltungsratspraesident ZSC Lions, Rolf Doerig, Verwaltungsratspraesident SwissLife und Peter Spuhler, links nach rechts, beim Wahlauftakt Anlas ...
Moderator Roman Kilchsperger mit ZSC-Verwaltungsratspräsident Walter Frey (2. v. l.), Swiss-Life-Verwaltungsratspräsident Rolf Dörig (2. v. r.) und Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail. Bild: keystone

Neben musikalischen Auftritten des Musikers Florian Ast, Alphornbläsern oder der Compagnia Rossini bot der Anlass viel SVP-Prominenz. So erinnerten sich alt Bundesrat Christoph Blocher und seine Tochter Magdalena Martullo-Blocher an Schwingversuche im heimischen Garten.

Alt-Bundesrat Ueli Maurer, links, singt mit Saenger Florian Ast beim Wahlauftakt Anlass der SVP Schweiz in der Swiss Life Arena, am Samstag, 26. August 2023 in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Kurzes Ständchen: alt Bundesrat Ueli Maurer und Florian Ast.Bild: keystone

Alt Bundesrat Ueli Maurer sorgte sich in seiner Rede im Sägemehlring um «seine Schweiz». «Ich will nicht, dass man sie kaputtmacht», sagte er. Die Zuwanderung könne für fast alle Probleme verantwortlich gemacht werden, vom Fachkräftemangel bis zur Wohnungsnot.

Chiesa will Asylchaos stoppen

Parteipräsident Marco Chiesa zählte auf, welche Schweiz er nicht wolle: Keine 10-Millionen-Schweiz, keine «Zehntausende Asylmigranten pro Jahr», keine Vorschriften.

Parteipraesident Marco Chiesa spricht beim Wahlauftakt Anlass der SVP Schweiz in der Swiss Life Arena, am Samstag, 26. August 2023 in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
SVP-Präsident Marco Chiesa.Bild: keystone

Die SVP wolle weniger Steuern, das Asylchaos stoppen und «entscheiden, wer in die Schweiz kommt», sagte Chiesa weiter. Letzteres brachte ihm viel Applaus von den Rängen ein.

«Wir sind Volkspartei», zitierte der Präsident einen SVP-Slogan. Alle Regionen seien am Anlass vertreten. Die Anwesenden könnten an den Wahlen den Unterschied machen. Die Bürger sollen in Chiesas Schweiz stets das letzte Wort haben.

Gegen «Woke-Wahn»

Die St. Galler Ständerätin Esther Friedli wandte sich gegen den «Woke-Wahn», der immer groteskere Formen annehme. So sollen die Jasskarten angeblich nicht gendergerecht sein. Linksgrün fördere und toleriere dies. Die SVP setze sich hingegen dafür ein, dass «Buben Buben und Mädchen Mädchen sein können».

Bundesrat Albert Roesti spricht am Wahlauftakt Anlass der SVP Schweiz in der Swiss Life Arena, am Samstag, 26. August 2023 in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
War auch vor Ort: SVP-Bundesrat Albert Rösti.Bild: keystone

Auch die amtierenden Bundesräte Guy Parmelin und Albert Rösti hatten kurze Auftritte. Den wohl grössten Applaus erhielt aber der abtretende Zürcher Nationalrat Roger Köppel. Er bezeichnete sich als «untypischsten SVPler». Seine Grosseltern seien Sozialdemokraten gewesen, sein Vater bei der CVP. Er selber habe mal schulterlange Haare getragen und beim «Tages-Anzeiger» gearbeitet. Dennoch habe ihn die SVP überzeugen können.

Die rund 600 Kandidatinnen und Kandidaten, die für die SVP ins Rennen gehen, marschierten schliesslich nach Kantonen getrennt in die Arena ein. (rst/sda)

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