Schweiz
Zürich

HinwilMutmasslicher «Baby-Schüttler» steht in Hinwil vor Gericht

Blick von aussen auf das Bezirksgericht in Hinwil, am Freitag, 12. Oktober 2018. (KEYSTONE/Melanie Duchene)
Das Bezirksgericht Hinwil.Bild: KEYSTONE

Mutmasslicher «Baby-Schüttler» steht in Hinwil vor Gericht

24.02.2026, 07:5624.02.2026, 08:10

Vor dem Bezirksgericht Hinwil muss sich am Dienstag ein mutmasslicher «Baby-Schüttler» verantworten. Der Mann soll seine Zwillingsmädchen derart misshandelt haben, dass bei beiden mehrere Rippen brachen und eines von ihnen eine Hirnverletzung erlitt.

Der Beschuldigte aus dem Oberland war schon nach wenigen Tagen Kinderbetreuung überfordert und gereizt. Um die kleinen Zwillinge endlich ruhigzustellen, soll der Mann, den die Staatsanwaltschaft als «impulsiv» bezeichnet, schliesslich Gewalt angewendet haben.

Gemäss Anklageschrift packte er die Säuglinge übermässig grob, so dass bei beiden gleich mehrere Rippen brachen. Eines der Zwillingsmädchen schüttelte er zudem so heftig, dass es eine Blutung zwischen zwei Hirnhäuten erlitt. Ohne ärztliche Versorgung wäre das Mädchen wohl an den Folgen der Blutung gestorben.

Überfordert und gereizt

Der Schweizer muss sich nun wegen schwerer Körperverletzung und mehrfacher einfacher Körperverletzung verantworten. Welche Strafen die Staatsanwaltschaft verlangt, ist noch offen.

Allenfalls wird zuerst noch ein psychiatrisches Gutachten über den Mann erstellt, denn möglicherweise war der IV-Rentner zum Zeitpunkt der Taten nicht schuldfähig.

Vor Gericht steht am Dienstag auch die Ehefrau. Gemäss Staatsanwaltschaft hätte sie die Misshandlungen verhindern können – und habe nichts unternommen. Sie habe doch voraussehen können, dass ihr Ehemann mit den Kindern überfordert sei. Auch seinen «übermässig groben Umgang» hätte sie gemäss Anklage erkennen müssen. Mit ihrer Untätigkeit soll sie ihre ihre Fürsorgepflicht verletzt haben. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Schweizer verschicken viel weniger Pakete in die EU – wegen neuer Anti-China-Gebühr
Die EU-Zollpauschale für Pakete aus Drittstaaten, die die Eindämmung von Billig-China-Importen zum Ziel hat, hat sich laut Konzernchef Pascal Grieder auf die Post ausgewirkt.
Die Zahl der verschickten Pakete in die EU brach im «mittleren zweistelligen Prozentbereich» ein, wie Grieder der CH-Media-Zeitung Schweiz am Wochenende sagte.
Zur Story