Sport
FC Basel

Captain Valentin Stocker suspendiert – der nächste Eklat beim FC Basel

Basels Valentin Stocker reagiert im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Basel im Letzigrund, am Sonntag, 14. Februar 2021 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanz ...
Wie weiter? Valentin Stocker.Bild: keystone

Captain Stocker suspendiert – der nächste Eklat beim FC Basel

Es kehrt einfach keine Ruhe ein beim FC Basel. Zu den schlechten sportlichen Leistungen kommt nun auch noch Chaos neben dem Platz dazu: Valentin Stocker wurde suspendiert. Weil er wohl eine zu starke Meinung hat.
01.03.2021, 12:2701.03.2021, 12:27
Céline Feller / CH MEdia

Auf dem Matchblatt wird Valentin Stocker zuletzt als verletzt gemeldet. Und tatsächlich: Stocker ist ein bisschen angeschlagen. Es wäre eventuell wirklich zu riskant, ihn spielen zu lassen.

Aber die Wahrheit ist eine andere. Valentin Stocker ist suspendiert. Vom FC Basel. Als Spieler. Und vor allem: als Captain. Die Binde wurde ihm entzogen. Darüber hinaus soll Stocker bis im Sommer keine Rolle mehr spielen bei seinem Herzensklub, bei dem er erst im Herbst und nach einem Flirt mit dem FC Luzern bis 2024 verlängert hatte.

«Es werden Gespräche geführt»

Der FCB bestätigt auf Anfrage, dass Stocker aktuell suspendiert ist: «Valentin Stocker ist vorläufig beurlaubt und nimmt nicht am Mannschaftstraining teil. Der Trainer hat ihm ein paar Tage freigegeben und es werden Gespräche geführt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, es ist ein interner Vorgang, den wir im Moment nicht weiter kommentieren.»

Aber was ist passiert? Stocker, der zuletzt oft öffentlich kritisch und deutlich formuliert hatte, dass im Verein etwas schief läuft, soll einen Ausweg aus der aktuellen Situation des FC Basel gesucht haben. Gemeinsam mit anderen Führungsspielern hat er sich dafür eingesetzt, dass Trainer Ciriaco Sforza keine Zukunft mehr hat. Oder besser: Dass der Trainer sofort gehen muss.

Dass er kein allzu grosser Fan des neuen Coaches ist, wurde spätestens deutlich, als er in einem Pauseninterview davon sprach, dass der FCB im Vergleich zum Gegner «kein Konzept» habe. Der Gegner war notabene der FC Winterthur aus der Challenge League.

Ein riesiger Knall

Also wollte Stocker, mit Hilfe öffentlichen Druckes, den Trainer los werden. Bevor jedoch wirklich Tempo in die Sache kam, wurden der Ex-Captain und Co ausgebremst. Der FCB bekam Wind von der Sache. Die Konsequenz: Die sofortige Suspendierung.

Klar ist, dass alleine Stockers Beurlaubung ein riesiger Knall ist. So mit einem Führungsspieler und Fan-Liebling zu brechen, wird Konsequenzen haben. Vor allem was den Rückhalt bei den Fans angeht, die ohnehin bereits fast sämtliche Geduld verloren haben.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener
1 / 38
Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener
11. Mai 2021: Bevor es zu einem Gerichtstermin kommt, einigen sich David Degen (links) und Bernhard Burgener darüber, wie es mit dem Klub weitergeht. Degen, bisher Verwaltungsrat, übernimmt die Anteile von Besitzer Burgener.Es ist der vorerst letzte Akt in der von Tiefschlägen geprägten Ära von Präsident Bernhard Burgener.
quelle: keystone / georgios kefalas
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Zwei Berner in Basel – «wie feiert man einen YB-Titel?»
Video: watson
Das Hockey-Wahldebakel beschert Marc Lüthi viel unnötige Arbeit
Eine neue Verwaltungsrätin, gerettete Ehre, aber keine Wiederwahl für Peter Zahner in den Verwaltungsrat und eine politische Charme-Offensive: So wird unter dem neuen Präsidenten Marc Lüthi versucht, die Scherben nach dem historischen Hockey-Wahldebakel zusammenzukehren.
Zur Erklärung: ZSC-Manager Peter Zahner hat den Verwaltungsrat des Verbandes dazu gebracht, ihn statt den bisherigen Amtsinhaber Raëto Raffainer (44) als Kandidaten für die Wahl ins Council des internationalen Verbandes (IIHF) aufzustellen. Er ist 65, wird bald pensioniert und die Wahl ins IIHF-Council wäre die Krönung seiner Karriere gewesen. Er ist kläglich gescheitert (Raffainer hätte die Wiederwahl problemlos geschafft) und nun hat die Schweiz erstmals seit 1986 keinen Sitz mehr im höchsten Gremium des Weltverbandes. Die Kalberei, einen aussichtsreichen Kandidaten zu Gunsten eines aussichtslosen Bewerbers auszutauschen, hat unseren Verband zur internationalen politischen Lachnummer gemacht. Peter Zahner hatte schon wegen seiner Nähe zum ehemaligen Präsidenten René Fasel (bekennender Freund der Russen) nie eine echte Chance.
Zur Story