Schützenhilfe nötig: So kann sich die Schweizer Nati direkt für die WM qualifizieren
Die WM-Qualifikation könnte für das Schweizer Nationalteam der Frauen kaum komplizierter sein. Nach dem Gruppensieg in der Nations League und dem Überstehen der ersten Playoff-Runde geht es nun in eineinhalb Monaten weiter gegen Österreich.
Doch das Aufeinandertreffen gegen den östlichen Nachbarn ist nur unter Umständen der letzte Schritt, um sich das Ticket für Brasilien definitiv zu lösen. Da der europäische Verband nur sieben direkte WM-Plätze hat und es in der zweiten Runde zu acht Duellen kommt, muss das schlechteste Team, welches die kommende Runde übersteht, aus der Nations-League-Rangliste noch die interkontinentalen Playoffs bestreiten.
Zwar gewann die Schweizer Nati ihre Gruppe in der Nations League, aber «nur» die in der zweitklassigen Liga B. Es wird erst innerhalb der Liga klassiert und dann werden die Tabellen aneinandergehängt. Also die schlechtesten Teams der Liga A stehen noch vor den besten der Liga B.
In dieser Rangliste steht das Team von Nationaltrainer Rafel Navarro auf dem 17. Platz und es sind nur noch vier Teams dabei, welche schlechter platziert sind. Gewinnt die Schweiz gegen Österreich, muss sie somit auf Schützenhilfe hoffen. Mindestens eines der schlechter klassierten Teams müsste die Playoffs selbst auch überstehen. Deshalb muss man als Schweizer Fan auch auf folgende Partien achten (das gefettete Team ist schlechter klassiert als die Schweiz):
- Finnland – Italien
- Portugal – Island
- Wales – Norwegen
- Schottland – Schweden
Die grösste Chance, der Schweizer Nati zu «helfen», hat Portugal. Beide Teams scheiterten bei der Europameisterschaft 2025 in der Gruppenphase und im letzten Aufeinandertreffen – ebenfalls in den WM-Playoffs – vor vier Jahren konnten sich die Iberer mit 4:1 nach Verlängerung durchsetzen. Italien (letztjähriger EM-Halbfinalist), Norwegen (einmaliger Weltmeister) und Schweden (2021 Silbermedaillengewinner an den Olympischen Spielen) gehen als klare Favoriten in das Duell.
Sollte die Schweiz den Weg über die interkontinentalen Playoffs antreten müssen, würde das an einem neutralen Ort stattfinden. Mögliche bekannte Gegner wären Chinesisch Taipeh, Ecuador, Ghana, Papua-Neuguinea, Südafrika, Usbekistan und Venezuela.
Ernst gilt es für das Nationalteam erstmals am 1. Dezember wieder, dann findet das Heimspiel gegen Österreich statt, bevor es vier Tage später mit dem Rückspiel in Wien weitergeht. Wo das Hinspiel stattfinden wird, ist noch nicht bekannt.
