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Tennis: Nick Kyrgios lästert über Rafael Nadal und Novak Djokovic

Nick Kyrgios, of Australia, yells during his match against Dusan Lajovic, of Serbia, during the third round of the Miami Open tennis tournament, Sunday, March 24, 2019, in Miami Gardens, Fla. (AP Phot ...
Kyrgios spricht Klartext.Bild: AP/FR171669 AP

«Er will krankhaft so beliebt sein wie Roger» – Kyrgios teilt gegen Djokovic und Nadal aus

16.05.2019, 11:4516.05.2019, 12:42

Dass Tennis-Bad-Boy Nick Kyrgios keine Kontroverse scheut, ist nichts Neues. Wie der Australier jetzt aber austeilt, ist eine neue Dimension. In einem Podcast spricht er mit Tennisjournalist Ben Rothenberg über seine Mitstreiter auf der ATP-Tour und lästert gleich mal so richtig ab.

Besonders Rafael Nadal und Novak Djokovic kriegen ihr Fett weg. Nadal, der dem 24-Jährigen schon fehlenden Respekt vorgeworfen hat, nennt Kyrgios einen «schlechten Verlierer» und führt aus: «Wenn Nadal gewinnt, ist alles okay. Aber sobald du gegen ihn gewinnst, sagt er negative Dinge über dich. Das sieht dann einfach schlecht aus.» Nadals Onkel Toni nennt der Australier zudem «einen Idioten».

Nick Kyrgios, of Australia, shakes hands with Rafael Nadal, of Spain, after Kyrgios won their match at the Western & Southern Open tennis tournament, Friday, Aug. 18, 2017, in Mason, Ohio. Kyrgios ...
Kyrgios und Nadal werden wohl keine Freunde mehr.Bild: AP/AP
«Djokovics Jubelgesten nach einem Sieg sind zum Fremdschämen.»
Nick Kyrgios

Für Novak Djokovic hat das Enfant terrible immerhin zu Beginn einige positive Worte übrig: «Er ist ein unglaublicher Spieler und ein Champion des Sports.» Aber: «Novak will krankhaft so beliebt sein wie Roger Federer. Er ist besessen davon, von allen geliebt zu werden.»

Es gehe sogar so weit, dass er es nicht mehr mit dem Serben aushalte: «Seine Jubelgesten nach einem Sieg, das ist zum Fremdschämen.» Er glaube zwar, dass Djokovic den Grand-Slam-Rekord von Federer knacken kann, aber: «Er wird nie der Grösste aller Zeiten sein.»

«Es ist mir egal, wenn Fans Geld für das Ticket bezahlt haben. Sie behandeln mich ja sowieso wie Dreck.»
Nick Kyrgios

Ihm persönlich sei die eigene Popularität ziemlich egal, erklärt Kyrgios weiter und unterstreicht das mit einem Seitenhieb gegen den Spanier Fernando Verdasco, der «die arroganteste Person überhaupt» sei.

Mit Andy Murray kommt Kyrgios dagegen gut klar.

Mit den beiden topplatzierten Schweizern auf der ATP-Tour scheint die Weltnummer 36 kein Problem zu haben. Über Federer sagt er: «Sein Talent und seine Professionalität sind einzigartig. Für mich wird er immer der Grösste sein.» Und über Wawrinka: «Wir hatten unsere Differenzen, aber mittlerweile sagen wir uns immer ‹Hallo›, wenn wir uns begegnen.»

Zuletzt spricht Kyrgios auch noch seine Beziehung zu den Fans an. Er werde sich nie dafür entschuldigen, wenn er Zuschauer (verbal) angreift, die ihn während eines Spiels ausbuhen oder -pfeifen. «Sie zeigen mir keinen Respekt, warum soll ich es also tun? Es ist mir egal, wenn sie Geld für das Ticket bezahlt haben. Sie behandeln mich ja sowieso wie Dreck.»

Kyrgios spielt heute Nachmittag (ca. 13 Uhr) sein Zweitrundenspiel beim ATP-Turnier von Rom. Falls du den gesamten Podcast mit Kyrgios nachhören willst: Hier geht's lang. (abu)

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