Sport
Roger Federer

Federer erreicht dank starkem Auftritt seinen 136. Final

Federer zeigt im ersten Duell mit dem 22-jährigen Dominic Thiem seine beste Leistung in der diesjährigen Woche.
Federer zeigt im ersten Duell mit dem 22-jährigen Dominic Thiem seine beste Leistung in der diesjährigen Woche.
Bild: STRINGER/REUTERS

Federer erreicht Brisbane-Final: «Es war meine beste Leistung in dieser Woche»

Roger Federer erreicht im Eilzugtempo den Final des ATP-Turniers in Brisbane. Der Weltranglisten-Dritte bezwingt im Halbfinal den Österreicher Dominic Thiem (ATP 20) 6:1, 6:4.
09.01.2016, 07:4309.01.2016, 16:56

Nach exakt einer Stunde Spielzeit verwertete Roger Federer mit dem sechsten Ass seinen zweiten Matchball und zog damit bei seinem dritten Auftritt an der australischen Ostküste zum dritten Mal in den Final ein. «Es war meine beste Leistung in dieser Woche», sagte Federer, dessen Teilnahme zu Beginn der Woche noch in der Schwebe gestanden hatte. Wegen einer leichten Grippe hatte der Titelverteidiger die Turnierverantwortlichen gebeten, seine erste Partie gegen Tobias Kamke so weit als möglich nach hinten zu verlegen und erst am Donnerstag anzusetzen.

Hatte Federer auch im Viertelfinal am Freitag gegen Grigor Dimitrov zwischenzeitlich noch leicht geschwächt gewirkt, war gegen Thiem von körperlichen Beschwerden nichts mehr zu spüren. Im ersten Duell mit dem 22-jährigen Österreicher trat Federer vom ersten Ballwechsel an dominant auf. Der Weltranglisten-Dritte legte einen Blitzstart hin und führte nach nur 16 Minuten bereits mit 5:0. Nach 22 Minuten hatte er den ersten Satz unter Dach und Fach gebracht. Thiem, der 2015 das Turnier in Gstaad gewonnen und erstmals die Top 20 erreicht hatte, war vom Tempo des Schweizers überfordert.

Erst zu Beginn des zweiten Durchgang gelang es dem Niederösterreicher in der überdeckten Pat-Rafter-Arena seinem Gegner etwas Paroli zu bieten. Dank einem herrlichen Vorhandwinner zum 1:1 schaffte Thiem sein einziges Break der Partie. Ein schwächeres Aufschlagspiel der Weltnummer 20 beim Stand von 3:3 ebnete Federer letztlich den Weg in dessen 136. Final auf der Tour. «Ich habe den Ball heute sehr gut getroffen und freue mich, wieder im Final zu stehen», sagte Federer, für den die Statistik nur zehn nicht erzwungene Fehler auswies.

Im Endspiel kommt es am Sonntag zur Neuauflage des letztjährigen Finals zwischen dem Schweizer Titelverteidiger und Milos Raonic (ATP 14). Der Kanadier bezwang in seinem Halbfinal den Australier Bernard Tomic 7:6 (7:5), 7:6 (7:5), nachdem dieser im zweiten Tiebreak einen 0:5-Rückstand aufgeholt hatte. «Wieder gegen ihn zu spielen, ist speziell», sagte Federer, der den letztjährigen Final gegen Raonic 6:4, 6:7 (2:7), 6:4 gewann und dabei zu seinem 1000. Einzelsieg sowie zu seinem 83. Turniersieg auf der Tour kam.

Gegen den in Podgorica geborenen Kanadier gewann Federer neun der zehn bisherigen Vergleiche. Nicht nur aufgrund der eigenen Erfahrung weiss der Weltranglisten-Dritte, was ihn am Sonntag erwarten wird. Sein neuer Coach Ivan Ljubicic hatte vor der Zusammenarbeit mit Federer den 25-jährigen Raonic zwei Jahre betreut. (rar/sda)

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Das Hockey-Wahldebakel beschert Marc Lüthi viel unnötige Arbeit
Eine neue Verwaltungsrätin, gerettete Ehre, aber keine Wiederwahl für Peter Zahner in den Verwaltungsrat und eine politische Charme-Offensive: So wird unter dem neuen Präsidenten Marc Lüthi versucht, die Scherben nach dem historischen Hockey-Wahldebakel zusammenzukehren.
Zur Erklärung: ZSC-Manager Peter Zahner hat den Verwaltungsrat des Verbandes dazu gebracht, ihn statt den bisherigen Amtsinhaber Raëto Raffainer (44) als Kandidaten für die Wahl ins Council des internationalen Verbandes (IIHF) aufzustellen. Er ist 65, wird bald pensioniert und die Wahl ins IIHF-Council wäre die Krönung seiner Karriere gewesen. Er ist kläglich gescheitert (Raffainer hätte die Wiederwahl problemlos geschafft) und nun hat die Schweiz erstmals seit 1986 keinen Sitz mehr im höchsten Gremium des Weltverbandes. Die Kalberei, einen aussichtsreichen Kandidaten zu Gunsten eines aussichtslosen Bewerbers auszutauschen, hat unseren Verband zur internationalen politischen Lachnummer gemacht. Peter Zahner hatte schon wegen seiner Nähe zum ehemaligen Präsidenten René Fasel (bekennender Freund der Russen) nie eine echte Chance.
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