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Olympia: Schweizer Frauen verlieren im Curling das Spiel um Bronze

Switzerland's Silvana Tirinzoni rests on her curling broom during the women's curling bronze medal match between Sweden and Switzerland at the Beijing Winter Olympics Saturday, Feb. 19, 2022 ...
Grosse Enttäuschung: Das Team von Silvana Tirinzoni geht in Peking leer aus.Bild: keystone

Tränen statt Medaille – Schweizer Curlerinnen verlieren nach Fehlstart Spiel um Bronze

19.02.2022, 16:3519.02.2022, 16:35

Als souveräne Erste der Round Robin in die Halbfinals gestartet, müssen die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni ohne Medaille von den Olympischen Spielen heimreisen. Die zweifachen Weltmeisterinnen unterliegen im Spiel um Bronze den Schwedinnen, den Olympiasiegerinnen von 2018, 7:9.

Sweden's players celebrate in front of Switzerland skip Silvana Tirinzoni, left, and Switzerland's Alina Paetz, 2nd eft, after defeating Switzerland team during the women's curling bron ...
Die Schweizerinnen müssen Schweden zum Sieg gratulieren.Bild: keystone

Nach einer vierjährigen Arbeit mit der Zielsetzung Olympia-Medaille ist der Ausgang der Winterspiele für die Curlerinnen des CC Aarau äusserst bitter. Wie schon im 6:8 verlorenen Halbfinal gegen Japan konnten sie auch im Match gegen die von Anna Hasselborg angeführten Schwedinnen vor allem in den ersten sechs Ends nicht das hohe Niveau ausspielen, das sie bei den acht Siegen in neun Partien der Round Robin ausgezeichnet hatte.

«Ich weiss gar nicht, was ich denken soll. Es ist sehr enttäuschend, vor allem, weil wir nicht zeigen konnten, was wir eigentlich können. Heute war es einfach nicht gut genug.

In der ersten Halbzeit waren wir nicht präsent genug nach der Niederlage von gestern. Ich kann mir nicht erklären, warum. Ich dachte, wir seien bereit. Irgendwie war der Tank leer.»
Silvana Tirinzoni

Wie jetzt in Peking hatten die Schweizer Curlingteams nur 2014 in Sotschi keine Medaille zur Ausbeute der Schweizer Delegation beigetragen. Die Männer des CC Genf und das Glarner Mixed-Duo belegten jeweils den 7. Platz.

«Wir sind mega enttäuscht. Wir sind so gut gestartet und am Ende hat es trotzdem nicht für eine Medaille gereicht. Wir hatten in den letzten zwei Spielen immer ein oder zwei schlechte Ends drin, dann reicht es auf diesem Niveau nicht mehr.»
Melanie Barbezat

Das Spiel um Bronze lief für die Schweizerinnen sehr lange schlecht. Mit dem Vorteil des letzten Steins beginnend, liessen sie sich im 1. End einen Stein stehlen. Von dort weg bis zum vorentscheidenden 2:6 nach sechs Ends markierten sie mit dem letzten Stein jeweils nur einen Punkt, während die Schwedinnen ihrerseits den letzten Stein - wie es sein sollte - in ein Zweierhaus und ein Dreierhaus ummünzten. Den Schweizerinnen glückte der erste Zweier erst im 7. End, als sie schon deutlich im Rückstand lagen. Mit einem Dreierhaus im 9. End kamen sie bis auf einen Stein heran, aber Hasselborg stellte den Sieg mit dem letzten Stein im 10. End sicher.

Fehler und Unzulänglichkeiten zogen sich von Anfang an durch das ganze Schweizer Team. Nach dem 6. End wiesen die Schweizerinnen eine durchschnittliche Quote an gelungenen Versuchen von nur 72 Prozent vor, wogegen es die Skandinavierinnen auf 85 Prozent brachten. 85 Prozent sind ungefähr ein Wert, wie er in einer Partie auf Weltniveau gefordert ist. Alina Pätz büsste auf der vierten Position auf Anna Hasselborg volle 25 Prozent ein (63:88).

Waren die Schweizerinnen in den Partien, in denen es um die Medaillen ging, nicht in der Lage, ihr bekannt hohes Niveau auszuspielen, so darf man den ausserordentlich guten Eindruck nicht vergessen, den sie im Dauerwettbewerb der Round Robin hinterlassen hatten. (dab/sda)

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