Wirtschaft
Schweiz

Eigenmietwert-Abschaffung macht laut Studie Wohneigentum attraktiver

Eigenmietwert-Abschaffung macht Wohneigentum attraktiver – aber nicht überall

Die kommende Abschaffung des Eigenmietwerts dürfte Wohneigentum in der Schweiz noch attraktiver machen. Dabei gibt es jedoch starke regionale Unterschiede.
05.02.2026, 03:4105.02.2026, 03:41

Im aktuellen System mit Eigenmietwertbesteuerung ist Wohneigentum bereits in 57 Prozent aller Schweizer Gemeinden günstiger als Mieten, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Immobiliendienstleisters Wüest und Partner hervorgeht. Nach der Abschaffung werde dieser Wert auf 71 Prozent aller Gemeinden steigen.

Eigenheimbesitzer könnten bald keinen Eigenmietwert mehr bezahlen müssen - dafür wären aber weniger Abzüge möglich.
Wohnimmobilien zu besitzen wird laut einer Studie durch die Abschaffung des Eigenmietwerts attraktiver.Bild: keystone

Besonders in der Westschweiz sinken die Kosten für Wohneigentum durch den Wegfall des Eigenmietwerts. Laut Wüest und Partner profitieren insbesondere die Kantone Jura, Neuenburg, Freiburg und Wallis, sowie viele Gemeinden in der Waadt und Genf.

Miete in Zentralschweiz und Städten weiter im Vorteil

In vielen Regionen bleibt jedoch das Mieten einer Wohnung oder eines Hauses weiterhin günstiger. Dazu gehörten insbesondere die steuergünstige Zentralschweiz, die grossen Städte sowie touristisch geprägte Gemeinden.

Die hohe Nachfrage nach Wohneigentum, besonders in den Kantonen Schwyz, Zug und Nidwalden treibt die dortigen Immobilienpreise in die Höhe. Da durch die Eigenmietwert-Reform auch die steuerlichen Abzüge für Hypothekarzinsen wegfallen, komme es in hochpreisigen Märkten gar zu einer Erhöhung der Nettosteuerbelastung für Eigenheimbesitzer.

Wann genau der Eigenmietwert fällt ist indes noch offen. Die neuen Bestimmungen sollen nach einer Übergangsfrist in Kraft treten. Über deren Dauer entscheidet der Bundesrat auf Empfehlung des Eidgenössischen Finanzdepartements. Die Regierungskonferenz der Gebirgskantone forderte am Dienstag, den Eigenmietwert nicht vor 2030 abzuschaffen. (sda/awp)

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