Wirtschaft
Schweiz

Credit Suisse: Reaktionen von Schweizer Politikern zum CS-Debakel

The illuminated logos of the Swiss banks Credit Suisse and UBS are seen on buildings next to traffic lights in Zurich, Switzerland on Saturday, March 18, 2023. (KEYSTONE/Michael Buholzer).
Die UBS übernimmt die CS – die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Bild: KEYSTONE

«Krank und absurd»: Das sagen Schweizer Politiker nach dem CS-Debakel

Das Schicksal der zweitgrössten Schweizer Bank ist besiegelt. Die UBS wird die angeschlagene Credit Suisse übernehmen. Parlamentarier und andere Politiker stellen bereits einige Forderungen.
19.03.2023, 21:2720.03.2023, 13:22

Die Zukunft der Credit Suisse steht fest: Die Grossbank wird von der UBS übernommen.

Laut der UBS wolle man den Kaufpreis von drei Milliarden Franken in eigenen Aktien bezahlen. Wie und in welchen Ausmassen der Zusammenschluss zwischen den beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS zum Abbau von Arbeitsplätzen führen wird, steht noch in den Sternen.

Die Übernahme sorgt in den sozialen Medien für zahlreiche Reaktionen. Eine Übersicht der Forderungen der Schweizer Politiker zur CS-Krise.

Die Mitte

Der St. Galler Mitte-Nationalrat Nicolò Paganini ärgert sich über die «jahrelang überzogenen Boni». So könne es nicht weitergehen, schreibt er.

Mitte-Nationalrätin aus Basel-Land, Elisabeth Schneider-Schneiter, schreibt, die Übernahme der CS durch die UBS sei die «bestmögliche Lösung».

FDP, Jungfreisinnige

Nationalrat und FDP-Präsidiumsmitglied Andri Silberschmidt nennt den Sonntag einen «schwarzen Tag für die Schweiz».

Gegen staatliche Eingriffe ist meistens die FDP. Der Präsident der Jungfreisinnigen fordert, dass es dem Staat untersagt wird, Banken «rauszupauken».

SP, Juso

SP-Co-Präsident Cédric Wermuth ist «hässig». Er bezeichnet das ganze Finanzsystem als «krank und absurd».

Juso-Präsident Nicola Siegrist fordert konkret sogar, dass die Verantwortlichen bei der CS bestraft werden. Das System dahinter sei zerstört, meint er.

SVP

SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi spricht von einer Vernichtung des Schweizer Volksvermögens.

Die Partei veröffentlichte zudem eine Medienmitteilung und gibt dem «FDP-Filz» die Schuld für die Credit-Suisse-Krise.

SVP-Nationalrat Roger Köppel verabschiedet sich derweil vom Schweizer Finanzplatz und schreibt von einem Tod der Credit Suisse.

Grüne

Grüne-Präsident Balthasar Glättli gibt dem Parlament eine Mitschuld am Debakel. Die TooBigToFail-Gesetzgebung hätte laut seinen Aussagen ein Trennbanksystem benötigt, welches die Grünen 2011 gefordert hatten – das jedoch abgelehnt wurde. Auch von Bundesrätin Karin Keller-Sutter, damals Ständerätin.

Auch die ehemalige Grüne-Präsidentin Regula Rytz äussert sich zum CS-Debakel und erinnert an das Trennbankensystem.

Der Grüne-Nationalrat Gerhard Andrey spricht von verschiedenen Fehlern, die passiert seien. Die Konsequenzen seien unter anderem, dass die Bank-Kader in die Pflicht genommen werden müssten.

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quelle: keystone / walter bieri
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