Wirtschaft
Schweiz

Bei Post, Postfinance und Postauto gibt es mehr Lohn

Bei Post, Postfinance und Postauto gibt es mehr Lohn

05.02.2020, 11:4705.02.2020, 11:47
Un employe de la poste suisse decharge des paquets d'un container ce mardi 20 septembre 2016 au centre colis de Daillens, Vaud. La Poste a equipe le centre colis de Daillens d'une installati ...
Bild: KEYSTONE

Bei drei Post-Unternehmen gibt es ab April mehr Lohn. Die Sozialpartner haben sich bei Post und Postfinance auf individuelle Erhöhungen von 0.8 Prozent geeinigt. Für die Angestellten von Postauto gibt es individuell 0.6 Prozent mehr.

Die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) von Post und Postfinance unterstehenden Mindestlöhne steigen zudem um 200 auf 50'200 Franken im Jahr, wie die Gewerkschaft Syndicom, der Personalverband Transfair und die Post am Mittwoch mitteilten.

Die Einigung kam in der dritten Verhandlungsrunde zustande. Die Erhöhung der Lohnsumme 2020 betrifft die rund 26'000 dem GAV unterstehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post sowie 2600 Angestellte im GAV von Postfinance.

Die Lohnerhöhung bei Post und Postfinance ist grundsätzlich abhängig vom Lohn in der entsprechenden Funktion. Dabei gilt ein 2018 eingeführtes System mit Pflichtanteil. So kommen alle GAV-Mitarbeitenden in den Genuss einer Lohnerhöhung, ausser in begründeten Ausnahmefällen. Die Gründe für die Ausnahmen wurden zwischen den Sozialpartnern ausgehandelt. Das System ermöglicht, dass geringer Verdienende mehr aufholen können.

Weitere Verhandlungen folgen

Die Lohnverhandlungen für die Postauto AG wurden separat geführt. Dabei einigten sich die Partner im Januar auf eine Erhöhung der Lohnsumme um 0.6 Prozent. Die Lohnerhöhung gilt ab dem April-Lohn. Auch hier erfolgt die Erhöhung individuell und nach dem 2018 eingeführten System analog zu Post und Postfinance.

Von der Lohnerhöhung profitieren die rund 2200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im GAV der Postauto AG. Hinzu kommen rund 1700 Mitarbeitende der privaten Postautounternehmen mit Personalreglement. Die Postauto AG hat Teile des Liniennetzes an Subunternehmen übertragen. Deren Angestellte unterstehen nicht dem GAV, sondern einem Personalreglement.

Die Entscheidungsorgane der Sozialpartner müssen das Verhandlungsergebnis noch gutheissen. Für den Personalverband Transfair sind die Verhandlungsergebnisse lediglich «zufriedenstellend». Erfreut ist die Organisation aber, dass die Mitarbeitenden mit tieferen Löhnen überdurchschnittlich profitieren.

Noch nicht ausgehandelt sind die Löhne der anderen Tochterunternehmen der Post. Die Verhandlungen für das Personal von Post Immobilien Management und Services, Securepost (Werttransporte), Postlogistics (Briefe, Pakete) sowie Post Solutions (Informationslogistik) starten den Angaben zufolge in den kommenden Wochen. (aeg/sda)

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