Wissen
Tier

WWF schlägt Alarm: «Wildtiere verschwinden im Rekordtempo»

ACHTUNG: SPERRFRIST 28. OKTOBER 16:00 UHR. ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR DER SPERRFRIST, 28. OKTOBER 1600 UHR, VER
Die Igel sind in der Schweiz gefährdet.Bild: keystone

WWF schlägt Alarm: «Wildtiere verschwinden im Rekordtempo»

27.12.2024, 06:4027.12.2024, 08:12

Die globale Biodiversität ist laut WWF weiterhin massiv gefährdet. Die NGO verweist in einer Stellungnahme auf ihren Living Planet Report 2024. Demnach sind die untersuchten Wildtierpopulationen in den letzten 50 Jahren um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft.

Lebensraumzerstörung, Wilderei und die Klimakrise zählten zu den Hauptursachen, hiess es im Herbst in dem Bericht, auf den der WFF in einer Mitteilung vom Freitag Bezug nimmt.

Auch in der Schweiz gibt es Verlierer: Wölfe, Igel und der Goldlaufkäfer seien besonders betroffen. Der WWF forderte eine weltweite Naturschutz-Offensive. So solle zum Beispiel die Gesamtfläche der Schutzgebiete deutlich zunehmen. Ziel sei es, bis 2030 ihr Anteil auf 30 Prozent der Land-, Wasser- und Meeresfläche zu erhöhen. Die Schweiz trage dieses Ziel zwar mit, sei aber noch weit davon entfernt, so der WWF.

Trotz alarmierender Zahlen gäbe es auch Erfolge im Artenschutz. So wurde der Iberische Luchs auf der Roten Liste von «stark gefährdet» auf «verletzlich» herabgestuft, und die Population der Karettschildkröte im Mittelmeer zeige eine stabile Erholung. Zudem lebt der Fischotter wieder an Schweizer Gewässern, und der Weissstorch hat mit 900 Brutpaaren ein neues Hoch erreicht.

WWF-Artenschutzexperte René Kaspar mahnt: «Wildtiere verschwinden im Rekordtempo für immer von unserem Planeten und alle Ursachen sind menschengemacht». Gleichzeitig betonte er die Erfolge im Artenschutz, die zeigen, dass Schutzmassnahmen Wirkung entfalten können. Doch ohne systematische Veränderungen bei der Landnutzung und im Klimaschutz bleibe die Biodiversität weiterhin akut bedroht. (cma/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
26 Tiere mit ausserordentlichen Fellzeichnungen
1 / 28
26 Tiere mit ausserordentlichen Fellzeichnungen

Wie herzig! Die folgenden Fellzeichnungen sind einfach nur wundervoll und einzigartig.

quelle: instagram
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So schützt du deine Tiere vor Feuerwerk
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Vom Dreckloch bis zum Arsch: Warum heissen Orte so, wie sie heissen?
Im ersten Wander-Podcast der Schweiz, dem Rauszeit-Podcast, spricht watson-Journalist Reto Fehr mit Gästen über die beliebteste Sportart der Schweiz und entlockt den Experten konkrete Wandertipps. Heute zu Gast: This Fetzer, Redaktor beim Schweizerischen Idiotikon. Er erklärt uns, warum Orte, Berge und Flure so heissen, wie sie eben heissen.
Das Schweizerische Idiotikon ist das Wörterbuch der Schweizerdeutschen Sprache. Seit über 100 Jahren wird dieses geführt – und ist noch immer nicht ganz fertig. Aktuell wird an Band 17 mit dem Buchstaben «Z» gearbeitet. Was da genau gemacht wird und wie Orte, Berge oder Flure ihre Namen erhielten, das sagt uns Idiotikon-Redaktor This Fetzer. Übrigens: Idiotikon geht auf das griechische «Idios» zurück, was so viel wie «eigen» oder «eigentümlich» bedeutet.
Zur Story