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Aung San Suu Kyi verurteilt erstmals Gewalt gegen Rohingya

Aung San Suu Kyi verurteilt erstmals Gewalt gegen Rohingya

Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat sich in einer mit Spannung erwarteten Fernsehansprache erstmals zur Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya geäussert. Sie verurteilte die Vorkommnisse öffentlich.
19.09.2017, 06:5219.09.2017, 07:36

Suu Kyi wandte sich am Dienstag gegen «Menschenrechtsverletzungen» im Bundesstaat Rakhine und versicherte, dass sie mit «allen Menschen» mitfühle, die von dem Konflikt betroffen seien. Ausserdem erklärte sie sich bereit, ausländische Beobachter ins Land zu lassen.

Nach Ansicht der myanmarischen Regierungschefin sind die meisten Dörfer der muslimischen Minderheit der Rohingya nicht von Gewalt betroffen. Sie lade Diplomaten ein, sich die Situation vor Ort anzuschauen, sagte sie am Dienstag bei einer Ansprache an das myanmarische Volk. Das Land solle im Ganzen beurteilt werden, und nicht lediglich aufgrund der Situation im Staat Rakhine.

Die Regierung wolle eine Lösung für die Lage in Rakhine finden, bekräftigte Suu Kyi. Ausserdem arbeite sie an den Beziehungen zu Bangladesch. Die Friedensnobelpreisträgerin beteuerte, der Friedensprozess im Land werde mit Schwierigkeiten fortgesetzt – ihre Regierung wolle Frieden und Harmonie.

In Rakhine war es am 25. August zu Unruhen gekommen, seither flohen nach UNO-Angaben 400'000 Rohingya von dort ins Nachbarland Bangladesch. (sda/afp/ap)

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