Zufällig gefunden: Mann kauft verschollenes Millionen-Gemälde für 30 Dollar
Eigentlich war er nur auf der Suche nach Schallplatten und Möbeln: Ein US-Amerikaner hat bei einem Nachlassverkauf in Michigan für 30 Dollar ein verstaubtes Gemälde gekauft – Wochen später stellte sich bei einer Schätzung durch einen Experten heraus, dass es sich bei dem Fund um ein wahres Meisterwerk handelte. Das Bild wurde am vergangenen Donnerstag für 1.35 Millionen Dollar versteigert. Umgerechnet entspricht das etwa 1.12 Millionen Franken.
Der Verkäufer möchte anonym bleiben. Wie das Auktionshaus Freeman erklärte, hatte der Mann das Bild «versteckt in einer dunklen Ecke eines Flurs, der zur Garage führt» gefunden. Dort hätten es alle anderen Käufer wohl übersehen.
Als er die Unterschrift in einer Ecke des Gemäldes entdeckte, habe er zugeschlagen: Das Gemälde stammte von Gertrude Abercrombie, einer Surrealistin, die bereits 1977 gestorben ist.
Nach seinem Fund besuchte der Käufer eine Abercrombie-Ausstellung. Dabei stellte sich heraus, dass «Alderman Merriam's Shells» jahrelang als verschollen galt. Er habe sich in der Folge an das Auktionshaus gewandt.
Abercrombie hatte das Bild mit dem Titel «Alderman Merriam's Shells» 1951 gemalt. Laut des Auktionshauses gab sie das Bild ein Jahr später an einen Arzt weiter – als Bezahlung für medizinische Versorgung. Das Gemälde zeigt zehn Muscheln – ein Motiv, das Abercrombie in ihrem Schaffen immer wieder aufgegriffen hat. (t-online)

