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Swissgrid macht das fehlende Stromabkommen mit der EU zu schaffen



Die Schweizer Stromnetzbetreiberin Swissgrid hat letztes Jahr einen Gewinn von 65.6 Millionen Franken erzielt. Das ist gleichviel wie 2017.

Sorgen macht Swissgrid aber das fehlende Stromabkommen mit der EU - nicht zuletzt weil die Schweiz auch auf Stromimporte angewiesen ist. Die Mitarbeit von Swissgrid bei internationalen Kooperationen sei aufgrund des fehlenden Stromabkommens zwischen der Schweiz und der EU gefährdet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Das nicht geschlossene Abkommen habe zum Ausschluss der Schweiz in jenem Teilbereich geführt, bei dem der Lastenfluss koordiniert werde. Das führte laut Swissgrid zu einer Zunahme an ungeplanten Stromflüssen durch die Schweiz. Der Ausschluss wirkt sich negativ auf die Netzsicherheit aus und führt zu steigenden Kosten und einer sinkenden Solidarität unter den Netzbetreibern.

Auch die mögliche Importfähigkeit nimmt damit ab. Auf Importe ist die Schweiz im Winter aufgrund wegfallender heimischer Produktion jedoch zunehmend angewiesen. Swissgrid verhandelt deshalb mit allen kontinentaleuropäischen Übertragungsnetzbetreibern über eine Lösung dieser Probleme.

Tieferer Personalaufwand

Finanziell hat die neu in Aarau ansässige Swissgrid ein gutes Jahr hinter sich. Der Gewinn konnte auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Der Betriebsaufwand wurde mittels Effizienzmassnahmen um 14.9 Millionen Franken vermindert. Wesentlich dazu bei trug der um 5.6 Millionen Franken tiefere Personalaufwand.

Die Investitionen in den Umbau des Übertragungsnetzes sollen im laufenden Jahr gleich hoch ausfallen wie letztes Jahr. Die Stromnetzbetreiberin rechnet auch beim Gewinn mit unveränderten Zahlen.

2018 konnte Swissgrid im Wallis und im Aargau mit dem Bau von zwei wichtigen Leitungsprojekten im Rahmen des Projekts «Strategisches Netz 2025» in Angriff nehmen. In Bözberg AG entsteht derzeit die erste Erdverkabelung auf der 380-kV-Spannungsebene in der Schweiz.

Auch auf dem Abschnitt zwischen Chamoson VS und Chippis VS sind die ersten Strommasten nun im Bau. Um die inländische Produktion voll auszuschöpfen und die Importfähigkeit zu steigern, müsse die Modernisierung des Übertragungsnetzes jedoch weiter beschleunigt werden, teilte Swissgrid mit. (sda)

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