China
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West-China

Fast hundert Tote bei jüngsten Unruhen in Xinjiang



In der muslimisch geprägten Region Xinjiang im Westen Chinas sind bei Zusammenstössen vor einer Woche nach behördlichen Angaben 96 Menschen ums Leben gekommen. Damit hat die Gewalt einen neuen Höhepunkt erreicht.

Behörden gaben erstmals Opferzahlen für einen Zusammenstoss zwischen aufgebrachten Bürgern und Polizisten bekannt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag mitteilte. Demnach brachten mit Messern bewaffnete Angreifer 37 Zivilisten um, bevor Polizisten 59 von ihnen erschossen.

Unter den Zivilisten waren demnach 35 Han-Chinesen und zwei Uiguren. Die Han sind das Mehrheitsvolk in China und infolge massiver Zuwanderung nach Xinjiang auch dort mittlerweile die dominierende Volksgruppe.

Chinesische Staatsmedien hatten am Dienstag berichtet, eine mit Messern und Äxten bewaffnete Menge von Uiguren habe eine Polizeistation im Bezirk Yarkand in der westlichen Provinz angegriffen. Am Sonntag hiess es, auch Regierungsgebäude seien attackiert worden. Die Polizei habe 215 «Terroristen» festgenommen.

epa04338473 Medical staff move out a severely burnt victims in order to transfer them to a Shanghai hospital, from a hospital in Kunshan, east China's Jiangsu province, 02 August 2014. At least 65 workers died and more than 150 were injured after an explosion and fire ripped through a factory in eastern China's Kunshan city early morning. The blast hit a wheel-hub polishing workshop just after 7:30 am at the Zhongrong Metal Products Company. An initial investigation found the explosion could have been caused by flames igniting dust in the workshop, the official Xinhua news agency quoted police as saying.  EPA/RAY YOUNG CHINA OUT

Gewalt in der Region Xinjiang fordert viele Opfer. Bild: EPA/FEATURECHINA

Exiluiguren sprachen hingegen davon, dass Uiguren gegen Unterdrückung durch Behörden demonstriert hätten, als die Polizei das Feuer eröffnete. Die Uiguren hätten sich gegen die «extreme Regierungspolitik Chinas» aufgelehnt, erklärte der Sprecher der Exilorganisation Weltkongress der Uiguren, Dilxat Raxit, am Mittwoch.

In Xinjiang gibt es seit langem Spannungen zwischen den Han und der mehrheitlich muslimischen Volksgruppe der Uiguren. Diese fühlen sich durch die systematische Ansiedlung der Han in ihrer angestammten Heimat kulturell, sozial und wirtschaftlich an den Rand gedrängt. In den vergangenen Monaten mehrten sich die gewaltsamen Zwischenfälle. (aeg/sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 03.08.2014 11:58
    Highlight Highlight Warum sollen Han-Chinesen dort nicht siedeln dürfen? Die Han-Chinesen sind doch dort als Fachkräfte willkommen und nötig. Man hat es hier in der CH doch ähnlich gemacht und ohne grosse Diskussionen erreicht, dass die Arbeiterviertel und viele Städte heute nicht mehr wiederzuerkennen sind. Jeder vernünftige CH-Bürger war/ist froh über diese Siedlerbewegung. Die Uiguren sind sicher nicht so fremdenfeindlich, dass sie eine Besiedlung ihres Gebietes ablehnen. Wenn man für Schlüsselfragen wie z.B. für die Zufahrtswege oder die Wasserverteilung Lösungen sucht, dann müsste es funktionieren.

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