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Tödlicher Uber-Unfall: Das Notbremssystem war nicht aktiv

Tödlicher Uber-Unfall: Das Notbremssystem war nicht aktiv

25.05.2018, 06:4025.05.2018, 07:07

Bei dem in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelten selbstfahrenden Auto des Fahrdienstes Uber Mitte März in Arizona ist das Notbremssystem nicht aktiviert gewesen. Das teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) am Donnerstag in einem vorläufigen Untersuchungsbericht mit.

Das selbstfahrende Auto habe die Fussgängerin 6 Sekunden vor dem Zusammenprall entdeckt. 1,3 Sekunden vor dem Unfall habe das System festgestellt, dass die Notbremse gezogen werden müsse, um einen Zusammenstoss zu vermeiden.

Das Notbremssystem sei jedoch nicht aktiv, wenn die selbstfahrenden Uber-Autos computergesteuert führen, «um ein möglicherweise sprunghaftes Fahrverhalten zu verringern», erklärte die Behörde. Die Person hinter dem Steuer müsse dann eingreifen und die Kontrolle über das Auto übernehmen – allerdings sei das System nicht so ausgelegt, dass es den Fahrer warne.

Nach Handys gesucht

Bei dem Unfall, der sich am 18. März im Bundesstaat Arizona ereignet hatte, habe die Fahrerin weniger als eine Sekunde vor dem Zusammenstoss mit der Fussgängerin die Kontrolle über das Auto übernommen, teilte die US-Behörde mit. Gebremst habe sie weniger als eine Sekunde nach dem Unfall.

Die Fahrerin sagte der NTSB, dass sie die Selbstfahrfunktion des Wagens nutzte, während sie überprüfte, ob ihre Telefone im Auto waren. Der Unfallverantwortliche wird in dem vorläufigen Bericht nicht benannt. Alle Aspekte des Unfalls würden weiter geprüft, erklärte die NTSB.

Die 49-jährige Fussgängerin war nach dem Unfall ihren Verletzungen erlegen. Dem Zwischenbericht zufolge war sie ganz in Schwarz gekleidet, schaute «im Moment des Unfalls nicht zum Auto» und überquerte die Strasse in einem schlecht beleuchteten Bereich. Das Fahrrad, das sie geschoben habe, habe keine Reflektoren gehabt, zudem habe sie unter Drogeneinfluss gestanden.

Uber legte nach dem Unfall den Betrieb seiner selbstfahrenden Autos in Nordamerika vorläufig auf Eis. Eine Sprecherin von Uber erklärte am Donnerstag, das Unternehmen habe in den vergangenen zwei Monaten eng mit der US-Behörde zusammengearbeitet. Gleichzeitig habe Uber die Sicherheitssysteme der selbstfahrenden Autos überprüft.

(sda/afp)

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