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Verbindungsprobleme bei Starshield: Befehl kam von US-Regierung

epa13068811 A Ukrainian drone operator installs a Starlink communications system on a 'Vampiro' attack drone that is due to carry out a mission at an undisclosed location near the frontline  ...
Das ukrainische Militär hatte bei Drohnenangriffe Verbindungsprobleme bemerkt. (Archivbild)Bild: EPA

Verdacht gegen US-Regierung erhärtet sich: Starlink soll auf Druck gedrosselt worden sein

Plötzlich funktionierte Starlink in der Ukraine nicht mehr wie gewohnt. In Regierungskreisen vermutete man, dass SpaceX auf Druck des Weissen Hauses die Leistung von Starshield gedrosselt hat. Insider bestärken diesen Verdacht nun.
16.10.2026, 11:4616.10.2026, 11:46

Die ukrainische Armee kämpft seit Mittwoch mit Verbindungsproblemen. Das hat auch Auswirkungen auf militärische Operationen. Es stellte sich heraus, dass das US-Satellitensystem Starshield gedrosselt worden sein dürfte. Informiert wurde das ukrainische Militär im Vorfeld nicht. Experten aus dem Umfeld der ukrainischen Regierung vermuteten, dass das kein Zufall war. Sie äusserten den Verdacht, SpaceX habe auf Druck der US-Regierung gehandelt. Beweise dafür gab es zunächst nicht.

Doch der Zeitpunkt war auffällig: US-Präsident Trump hatte die Ukraine kurz zuvor aufgefordert, Angriffe auf Raffinerien in Russland einzustellen. Dies, nachdem er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Deal für Öllieferungen an die USA geschlossen und wenig später eigenständig einen Energie-Waffenstillstand verkündet hatte. Auch SpaceX-Gründer Elon Musk verwies auf die Entscheidungsmacht der US-Regierung.

Insider bestätigen Verdacht

Die Nachrichtenagentur Reuters beruft sich nun auf Insider aus dem Weissen Haus, die bestätigen, dass die Anordnung von der US-Regierung kam. Wer genau den Entscheid getroffen hat, blieb jedoch unklar. Das Weisse Haus hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäussert.

Allerdings wächst der internationale Druck: Polens Aussenminister Radoslaw Sikorski warf Musk bereits am Mittwoch vor, sich mit seinen Produkten in die Politik einzumischen. Deutschlands Bundesaussenminister Johann Wadephul erklärte in der ZDF-Sendung Mybrit Illner, dass Deutschland eine Aufklärung fordere. Schliesslich werde ein Teil der Technologie mitfinanziert «und deswegen bestehen wir natürlich darauf, dass das auch funktioniert, wenn wir dafür bezahlen», zitiert der Spiegel Wadephul.

Auch US-Senatoren verlangen Antworten

Und nun kommt auch aus den USA selbst Kritik. In einem Brief an den Generalinspekteur des Pentagons fordern neun Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats eine Untersuchung des Vorfalls. Sie begründen ihre Kritik auch damit, dass mit einer Beeinträchtigung des Systems auch US-Diplomaten, Militärangehörige und Sicherheitspersonal gefährdet würden. «Die Regierung der Vereinigten Staaten hat die grundlegende Pflicht, US-Personal im Ausland zu schützen», heisst es in dem Brief der neun Senatoren. (vro/sda)

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Der Ukraine-Konflikt
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Der Ukraine-Konflikt
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quelle: x00514 / reuters tv
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