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Wie ein ruhiger Abend in Lausanne in einer tödlichen Schlägerei endete

Ein 20-jähriger Kongolese wurde am Samstagabend bei einer Schlägerei in Lausanne tödlich verletzt.
Ein 20-jähriger Kongolese wurde am Samstagabend bei einer Schlägerei in Lausanne tödlich verletzt. bild: dr

Warum ein ruhiger Abend in Lausanne in einer tödlichen Schlägerei endete

Ein 20-jähriger Kongolese ist vergangenen Samstagabend bei einer Schlägerei im Stadtteil Flon in Lausanne ums Leben gekommen. Einer seiner Freunde, 21 Jahre alt, wurde schwer verletzt. Die Suche nach den Gründen.
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28.09.2021, 11:4028.09.2021, 12:13
Abdoulaye penda Ndiaye

Während eines Streits zwischen zwei Gruppen wurde am Sonntag gegen 4 Uhr morgens in Flon, einem Stadtteil in Lausanne, eine Person getötet und eine weitere verletzt. Nach Angaben der Stadtpolizei handelt es sich bei dem Verstorbenen, um einen 20-jährigen Kongolesen. Er wurde an der Brust verletzt und erlag danach seinen Verletzungen. Einer seiner Freunde, 21 Jahre alt, wurde schwer verletzt. Nach unbestätigten Berichten der Polizei war ein Messer die Tatwaffe.

Ein Trio aus den Neuenburger Bergen

Ein Freund der beiden Opfer, der von watson kontaktiert wurden, schildert die Nacht so: «Es waren zwei rivalisierende Gruppen, die sich in Lausanne trafen. Es gab Provokationen. Sie waren betrunken und es kam sehr schnell zum Streit. Unsere Gruppe bestand aus drei Personen, die in den Neuenburger Bergen leben: V., der getötet wurde, D., der Verletzte, und A., der sich in einem Schockzustand befindet. Ich war am Samstag auch in Lausanne, aber nicht am gleichen Ort wie meine afrikanischen Freunde.» Die rivalisierende Gruppe sei viel grösser gewesen, so die Quelle weiter.

Das Trio feierte vor dem fatalen Streit in einem Neuenburger Club. Gemäss dem Verantwortlichen des Lokals sei es dort zu keinerlei Vorfällen gekommen: «Die drei jungen Leute sind zwischen halb drei und vier Uhr morgens gegangen. Es kam zu keinen Vorfällen. Die Ereignisse danach fanden weit entfernt von meiner Einrichtung statt.»

Die von watson kontaktierte Familie des jungen Kongolesen wollte sich nicht äussern. Nur der Vater des 21-Jährigen schrieb in den sozialen Netzwerken:

«Ich habe gerade meinen 20-jährigen Sohn verloren, der in Lausanne erstochen wurde. Mein Champion...»
Vater des getöteten 20-Jährigen

Was genau in jener Nacht passiert ist, wird derzeit von der Staatsanwaltschaft ermittelt. Noch will man sich zu den Vorfällen nicht äussern. Die Kantonspolizeien Bern und Neuenburg wollen ebenfalls die Ermittlungen abwarten.

Blutige Rivalitäten zwischen Biel und Neuenburg

Nachforschungen von watson deuten jedoch darauf hin, dass Feindseligkeiten zwischen Jugendlichen aus den Vororten Neuenburgs und Biel zum Eklat führten. Zwischen den beiden Gruppen herrsche schon seit mehreren Jahren eine Rivalität, so eine Quelle: «Das ist eine Geschichte, die sich schon seit Langem zuträgt. Jugendliche aus Biel und La-Chaux-de-Fonds schlagen aufeinander ein, wenn sie sich treffen. Es kam im Laufe der Zeit auch schon zu Verletzten.»

«Das ist eine Geschichte, die sich schon seit Langem zuträgt. Jugendliche aus Biel und La-Chaux-de-Fonds schlagen aufeinander ein, wenn sie sich treffen. Es kam im Laufe der Zeit auch schon zu Verletzten.»
Quelle gegenüber watson

Die Gewalt ist vergangenen Samstag eskaliert. In den sozialen Netzwerken vergeben beide rivalisierenden Seiten Punkte an die andere. Am Sonntag nahm der Countdown eine makabere Wendung.

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