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Britische Kartellbehörde nimmt Apple unter die Lupe

Britische Kartellbehörde nimmt Apple unter die Lupe

04.03.2021, 13:4004.03.2021, 13:40

Nach Verfahren unter anderem in der EU hat auch die britische Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung zum App Store von Apple eingeleitet. Dabei solle geprüft werden, ob Apple eine dominierende Position beim App-Vertrieb auf seinen Geräten habe und diese für unfairen Wettbewerb mit anderen Entwicklern missbrauche, teilte die Competition und Markets Authority (CMA) am Donnerstag mit. Die Untersuchung sei auf Basis eigener Ermittlungen sowie Beschwerden von Ermittlern eingeleitet worden.

Apple liegt seit Monaten im Clinch mit einigen grossen App-Entwicklern wie unter anderem dem Musikstreaming-Marktführer Spotify und der Spielefirma Epic («Fortnite»). Dabei geht es zum einen um die Gebühr von 15 bis 30 Prozent, die Apple beim Verkauf von Apps und digitalen Gütern über seine Download-Plattform einbehält.

Apples Argument: Sicherheit

Zum anderen kritisieren Apples Kontrahenten, dass auf Mobil-Geräten wie iPhones und iPads Apps grundsätzlich nur über Apples hauseigenen App Store geladen werden dürfen. Apple argumentiert, das sei notwendig, um durch Kontrolle der Apps die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten.

In einer Reaktion auf die CMA-Untersuchung bekräftigte Apple, dass der App Store zu einem «Erfolgsmotor» für Entwickler dank rigoroser Standards geworden sei, die Kunden vor Schadsoftware und unerlaubter Datensammlung schützten. Diese Standards würden bei allen Entwicklern fair und gleich angewendet und man werde mit der britischen Behörde zusammenarbeiten, um die Richtlinien zu erklären.

(sda/awp/reu)

Gesetz in Arizona erlaubt alternative Bezahlwege in App Stores
In der Debatte um die Kontrolle von Apple und Google über das App-Geschäft auf Smartphones erhöht ein Gesetz in Arizona den Druck auf die Tech-Konzerne.

Örtliche Abgeordnete beschlossen am Mittwoch, dass Unternehmen aus dem Bundesstaat Arizona nicht die Nutzung eines bestimmten Bezahlsystems vorgeschrieben werden dürfe. Das Gesetz passierte zunächst das Repräsentantenhaus von Arizona und muss noch vom Senat gebilligt sowie vom Gouverneur unterzeichnet werden.

Apple und Google kassieren aktuell eine Gebühr von 15 bis 30 Prozent beim Erwerb von Apps sowie Käufen digitaler Güter in den Anwendungen. Dabei müssen die Entwickler für den Bezahlvorgang auf das System der In-App-Käufe der Plattform zurückgreifen, damit diese Abgaben nicht umgangen werden.

Das Gesetz in Arizona könnte dieses Geschäft aushöhlen. Apple und Google argumentieren, es sei eine angemessene Gebühr für den Betrieb der Download-Plattformen.

Eine Lobby-Gruppe, der neben Epic auch der Musikstreaming-Marktführer Spotify angehört, unterstützte das Gesetz in Arizona. Es wurde mit einer knappen Mehrheit von 31 zu 29 Stimmen beschlossen.

(sda)
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