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Obamas rufen zu friedlichem Protest nach Todesschüssen auf

Former President Barack Obama and first lady Michelle Obama appear on stage together after the Obama Foundation Summit at the Illinois Institute of Technology in Chicago, Tuesday, Oct. 29, 2019. (Ashl ...
Michelle und Barack Obama an einer Veranstaltung im Jahr 2019.Bild: AP Chicago Sun-Times

Obamas rufen zu friedlichem Protest nach Todesschüssen auf

Ex-US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle rufen nach dem Tod des US-Bürgers Alex Pretti in Minneapolis zu öffentlichem Protest auf. Jede Amerikanerin und jeder Amerikaner sollte die Welle friedlicher Proteste in der Stadt im Norden der USA und anderen Teilen des Landes unterstützen und daraus Inspiration schöpfen, schrieb das Ehepaar in einem gemeinsamen Statement.
25.01.2026, 21:0125.01.2026, 21:01

«Sie sind eine zeitgemässe Erinnerung daran, dass es letztlich an jedem und jeder von uns als Bürgerinnen und Bürgern liegt, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen, unsere grundlegenden Freiheiten zu schützen und unsere Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.»

Am Samstagmorgen starb der weisse US-Bürger Pretti durch Schüsse von Bundesbeamten in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota. Die US-Regierung stellt die tödlichen Schüsse als Selbstverteidigung dar. Videomaterial im Netz von der Szene erwecken einen anderen Eindruck.

Obamas: Das ist ein Weckruf

Die Obamas schrieben: «Die Tötung von Alex Pretti ist eine herzzerreissende Tragödie.» Es sollte ein «Weckruf» für jeden Amerikaner unabhängig von der Parteirichtung sein, dass viele der Kernwerte als Nation gerade zunehmend unter Beschuss gerieten.

Die Obamas betonten, dass die Bundesseite eigentlich mit lokalen Behörden und denen des Bundesstaates zusammenarbeiten sollten, um öffentliche Sicherheit herzustellen. «Genau das sehen wir in Minnesota nicht. Tatsächlich erleben wir das Gegenteil.»

Der Demokrat Obama, der von 2009 bis 2017 Präsident der Vereinigten Staaten war, betonte mit seiner Frau auch: «Seit Wochen sind Menschen im ganzen Land zu Recht über das Schauspiel maskierter ICE-Rekruten und anderer Bundesbeamter empört, die straffrei handeln und Taktiken anwenden, die darauf ausgelegt zu sein scheinen, die Bewohner einer grossen amerikanischen Stadt einzuschüchtern, zu schikanieren, zu provozieren und zu gefährden.»

Kritik an Trump

Diese Taktiken hätten dazu geführt, dass zwei US-Bürger erschossen wurden. Damit meinen die Obamas neben Pretti die US-Bürgerin Renée Good, die im Januar in Minneapolis von einem Beamten der Einwanderungsbehörde ICE erschossen worden war.

Die Obamas kritisierten, US-Präsident Donald Trump und seine Regierung schienen darauf aus zu sein, die Situation weiter zu eskalieren. Sie gäben öffentliche Erklärungen zu den Erschiessungen von Herrn Pretti und Renée Good ab, die auf keiner ernsthaften Untersuchung beruhten – und die durch Videomaterial widerlegt zu werden scheinen. Sie betonten: «Das muss aufhören.» (sda/dpa)

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