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Brexit-Verzögerung ist ein «Gräuel» – Johnson entschuldigt sich

epa07962097 British Prime Minister Boris Johnson departs 10 Downing Street in London, Britain, 31 October 2019. Boris Johnson and Labour leader Jeremy Corbyn are set to unofficially kick off their gen ...
«Eine Frage des tiefen Bedauerns»: Premierminister Johnson.Bild: EPA

Brexit-Verzögerung ist ein «Gräuel» – Johnson entschuldigt sich

03.11.2019, 10:3903.11.2019, 13:26

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich dafür entschuldigt, dass er das Land entgegen seiner Versprechen nicht am 31. Oktober aus der Europäischen Union geführt hat. «Es ist eine Frage des tiefen Bedauerns.»

Das sagte Johnson in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Sky. «Ich bin sehr, sehr enttäuscht.» Die Brexit-Verzögerung sei ein «Gräuel».

Zugleich gab der Regierungschef dem Parlament die Schuld an der Verzögerung. Es habe genug Zeit gehabt, über den mit der EU neu verhandelten Deal abzustimmen, aber diese Möglichkeit nicht genutzt.

Johnson hatte wiederholt versprochen, dass Grossbritannien die EU am 31. Oktober verlassen werde, «komme, was wolle». Nun soll das Land spätestens am 31. Januar austreten. Die Diskussion über den Brexit steht im Mittelpunkt der vorgezogenen Parlamentswahl am 12. Dezember.

Der Premier zeigte sich überzeugt, dass das Vereinigte Königreich nach dem Brexit rasch ein Handelsabkommen mit der EU schliessen werde. Ein Vertrag sollte «grundsätzlich sehr einfach» sein, sagte Johnson.

Brexit

Er warnte vor weiterem Brexit-Chaos, falls die Labour-Partei die Wahl gewinnt. «(Parteichef Jeremy) Corbyn und die Labour-Partei wollen zurück nach Brüssel gehen und sechs Monate lang verhandeln, dann ein Referendum abhalten, verbunden mit all den vergifteten und langwierigen Traumata, und dann gegen ihren eigenen Deal vorgehen.» (sda/dpa)

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