Schweiz
Gesundheit

Jeder vierte Schweizer benutzt bei Krankheit KI zur Selbstdiagnose

Vier von zehn Schweizern nutzen KI für Selbstdiagnose, wenn sie krank sind

Die Schweizer Bevölkerung greift in Gesundheitsfragen doppelt so viel wie noch vor einem Jahr auf KI-Chatbots zurück. Laut der neuesten CSS-Gesundheitsstudie nutzen vier von zehn Schweizerinnen und Schweizern künstliche Intelligenz (KI) bei Krankheitssymptomen.
03.11.2026, 10:0003.11.2026, 15:49

Innerhalb eines Jahres stieg der Gebrauch von KI-Helfern von 20 auf 42 Prozent der Befragten. KI-Chatbots wurden dabei sowohl bei körperlichen als auch bei psychischen Symptomen als Helfer beigezogen, wie es in der vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführten Studie weiter heisst.

krank computer
Schweizerinnen und Schweizer greifen oft auf KI zurück, wenn sie krank sind.Bild: shutterstock

Die Nutzung stieg denn auch in sämtlichen Altersgruppen sprunghaft an: 62 Prozent der jungen Erwachsenen griffen auf die Diagnose des Chatbots zurück. Bei den über 65-Jährigen lag der Anteil bei dreissig Prozent, im vergangenen Jahr waren es erst zehn Prozent.

Mehr als ein Viertel der Befragten zählte KI-Chatbots zu den wichtigsten Informationsquellen in Sachen Gesundheit. Laut der Studie waren KI-Chatbots allerdings kein Ersatz für Ärztinnen und Ärzte oder das persönliche Umfeld. Sie gelten laut den Studienergebnissen eher als zusätzliche Informationsquelle.

Befragte fühlen sich generell gesünder

Grundsätzlich fühlten sich die Befragten gesünder als noch im vergangenen Jahr. Weniger Menschen bezeichneten sich als angeschlagen oder krank.

In der Studie wird schlechter oder mangelnder Schlaf als häufigste Ursache für eine belastete Gesundheit genannt. Bereits in der Erhebung vom vergangenen Jahr zeigte sich, dass Herr und Frau Schweizer schlecht schlafen – nur ein Fünftel der Befragten gab damals an, keine regelmässigen Schlafprobleme zu haben.

Erstmals seit Beginn der Studienreihe im Jahr 2020 schätzte die Bevölkerung das Ernährungsverhalten als ebenso wichtigen Krankheitsfaktor ein wie die genetische Veranlagung. 59 Prozent der Befragten nannten diese Parameter als Massstab für gravierende Krankheit.

Nur jede fünfte Person kommt laut der Studie denn auch auf die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse. Als Hürde für eine gesündere Ernährung nannten die Befragten eingespielte Gewohnheiten, fehlende Motivation und Zeitmangel.

Für die Studie befragte das Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag der Krankenversicherungsgruppe CSS 2459 Personen aus der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz. (dab/sda)

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