Homosexualität
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epa07481909 Sultan of Brunei Hassanal Bolkiah speaks at the International Convention Centre to celebrate the Islamic event Isra Mi'raj, in Bandar Seri Begawan, Brunei, 03 April 2019. The Sultanate of Brunei will move towards the full implementation of Sharia law on 03 April 2019.  EPA/STR BRUNEI OUT

Sultan Hassanal Bolkiah. Bild: EPA/EPA

«Alles nur ein Missverständnis» – Brunei lenkt bei Todesstrafe gegen Homosexuelle ein



Das Sultanat Brunei will nach internationalen Protesten auf die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Homosexuelle verzichten. Dies kündigte Sultan Hassanal Bolkiah am Sonntag in einer Rede zum Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan an.

Das bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten geltende «De-Facto-Moratorium», keine Todesurteile umzusetzen, gelte auch für Urteile gegen Homosexuelle. Zudem sprach er von «Missverständnissen».

Anfang April waren in dem Sultanat auf der südostasiatischen Insel Borneo härtere Strafgesetze in Kraft getreten. Homosexuellen drohte die Todesstrafe durch Steinigung. Grundlage dafür war die Scharia, die die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt.

International gab es viel Proteste, angeführt von Hollywood-Star George Clooney. Er rief dazu auf, Hotels zu boykottieren, die dem Sultan gehören, einem der reichsten Monarchen der Welt.

In dem Sultanat sind zwei Drittel der mehr als 420'000 Einwohner muslimischen Glaubens. Seit einiger Zeit sind dort konservative islamische Kräfte auf dem Vormarsch. Der autoritär regierende Sultan hatte 2014 damit begonnen, die Scharia einzuführen. Schwule und Lesben werden in der ehemaligen britischen Kolonie seit langem unterdrückt. (sda/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Kritiker 06.05.2019 07:32
    Highlight Highlight Es wird Zeit, dass die internationale Gemeinschaft einen Konsensus betreffend solchen Staaten trifft und bei dermassen diskriminierenden Gesetzen, bei kriegerischen Handlungen usw. sofort ein Wirtschaftsembargo erlassen kann. Menschenfeindliche Regimes dürfen nicht mehr unterstützt werde. Auch die neutrale Schweiz ist hier gefordert!
  • Ichiban 06.05.2019 07:06
    Highlight Highlight Und jetzt alles wieder gut? Bei weitem nicht, verfolgt und unterdrückt werden menschen wegen ihrer sexuellen ausrichtung immer noch.
  • Stichelei 06.05.2019 06:52
    Highlight Highlight Auch wenn die Todesstrafe nicht umgesetzt wird, sie steht für Homosexualität immer noch im Gesetz. Da gibt es nichts, das missverstanden werden könnte. Ebensowenig wie an der Tatsache, dass Homosexuelle aufgrund dieses Gesetzes weiterhin verfolgt werden.
  • Karl Marx 06.05.2019 03:59
    Highlight Highlight "Grundlage dafür war die Scharia, die die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt."

    Und wir haben tatsächlich Leute hier, die das als Bereicherung für unser Land sehen.
    • MrBlack 06.05.2019 07:42
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass jemand die Scharia als Bereicherung sieht...

      Das friedliche Zusammenleben von Muslimen, Christen, Atheisten, etc... hingegen schon.
    • goschi 06.05.2019 07:42
      Highlight Highlight Was, muslimische Mitbürger?
      Ja, wieso sollten sie nicht genau so eine Bereicherung sein, wie die ganzen anderen Mitbürger?

      Die Scharia?
      Ausser denen, die ums verrecken Islam und Scharia gleich setzen, weil man damit die Gesellschaft spalten kann und Vorurteile hegen will nein
      Das ist in der Schweiz nie ein Tha, unsere Gesetze sind grundsätzlich säkular, auch gegenüber den ganzen anderen Religionsschriften.
    • Yamamoto 06.05.2019 08:31
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass es Menschen gibt, welche die Scharia als Bereicherung für unser Land betrachten – ausser die Fundis selbst. Islamistische Fundis haben meiner Meinung nach hier nichts zu suchen. Es muss aber differenziert werden. Gerade die albanischen und kurdischen Muslime sind meistens sehr moderat und nicht selten gesellschaftsliberaler als so manche Christen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Demo78 06.05.2019 01:23
    Highlight Highlight 😂😂😂 was für eine Windfahne, pi.... mir kommen noch viele andere schlimme Wörter in den Sinn die ich nicht Schreiben darf🙊
    Die Scharia für Gesetze und Bestrafungen einzuführen war einch nur de...

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