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Hamburg: Hohe Haftstrafe im Prozess gegen «Letzte Verteidigungswelle»

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Prozess in Hamburg gegen die rechtsextreme Terrorgruppe «Letzte Verteidigungswelle».Bild: DPA

Prozess gegen rechtsextreme Terrorgruppe «Letzte Verteidigungswelle» – Urteil gefällt

Die rechtsextreme Terrorgruppe «Letzte Verteidigungswelle» plante tödliche Anschläge. Nun erging in Hamburg ein Urteil gegen Mitglieder des Netzwerks.
05.08.2026, 13:2205.08.2026, 13:22
Ein Artikel von
t-online

Im Prozess gegen sieben Mitglieder und einen Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe «Letzte Verteidigungswelle» in Deutschland hat das Hanseatische Oberlandesgericht Haftstrafen zwischen anderthalb und fünf Jahren verhängt. Die Schuldsprüche gegen die Angeklagten, die zur Tatzeit zwischen 14 und 21 Jahre alt waren, wurden unter anderem wegen versuchten Mordes, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung gefällt.

Die bundesländerübergreifend aktive Gruppierung aus teils sehr jungen und noch minderjährigen Beschuldigten war im Mai vergangenen Jahres von Sicherheitskräften zerschlagen worden. Einige der nun in Hamburg vor Gericht stehenden mutmasslichen Mitglieder und Unterstützer wurden bei einer Razzia festgenommen, andere befanden sich schon in Haft.

Die sieben verhängten Haftstrafen nach Jugendstrafrecht reichten von zwei Jahren und vier Monaten bis hin zu fünf Jahren. Ein Angeklagter erhielt eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren. Drei Angeklagte wurden auch wegen Rädelsführerschaft verurteilt. Laut der Vorsitzenden Richterin stellten die Taten den Versuch dar, «Chaos herbeizuführen». Die Bezeichnung «braune Kinderzimmer» sei «durchaus passend gewählt», sagte sie.

Netzwerk richtete sich gegen Migranten und Andersdenkende

Laut Anklage der Bundesanwaltschaft plante die Gruppierung potenziell tödliche Anschläge auf Flüchtlinge und politisch Andersdenkende. Einige der Beschuldigten verübten demnach bereits erste entsprechende Taten – so einen nächtlichen Brandanschlag auf ein bewohntes Kulturzentrum in Altdöbern im Oktober 2024 sowie eine nächtliche Pyrotechnikattacke auf eine Flüchtlingsunterkunft in Schmölln in Thüringen im Januar 2025.

Verletzte gab es dabei nicht, was den Ermittlern zufolge teils aber nur Zufällen zu verdanken war. Bereits geplant war demnach ein weiterer Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Senftenberg in Brandenburg. Festgenommen wurden einige der Angeklagten im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hessen. Die Beschuldigten waren zum damaligen Zeitpunkt zwischen 14 und 21 Jahre alt.

Das Oberlandesgericht Hamburg ist unter anderem auch für Staatsschutzdelikte aus Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Der Prozess fand aufgrund des Alters einiger Beschuldigter unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur für die Urteilsverkündung galt das nicht.

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147 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Violett
05.08.2026 13:46registriert Juni 2020
Was diese Fälle aufzeigen, ist, dass die Gegner der Demokratie nicht scheuen, Gewalt anzuwenden.
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P.Rediger
05.08.2026 13:34registriert März 2018
Aber für Merz kommt die Gefahr von der Antifa. Genau mein Humor. Zwar haben Straftaten aus dem linken Milieu in den letzten Jahren in DE zugenommen, aber Morde und solche Taten wie hier geplant sind noch immer der rechten Ecke zuzuschreiben.
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baBIELon
05.08.2026 14:24registriert August 2016
Und genau das sind solche welche Danger Dan gerne "outen" möchte oder gegen welche er eine Anleitung gibt sich zu organisieren. Die sind nicht harmlos auch wenn die Bubis so aussehen.
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