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Frankreich und Saudi-Arabien schliessen Wirtschaftsabkommen



Zum Abschluss des Frankreich-Besuchs des saudiarabischen Thronfolgers Mohammed bin Salman haben Unternehmen beider Länder Wirtschaftsverträge in Milliardenhöhe unterzeichnet. Das Gesamtvolumen der Vereinbarungen belief sich auf über 18 Milliarden Dollar.

Es ging um Absichtserklärungen aus Branchen wie Energie, Wasser, Tourismus und Landwirtschaft, wie das französisch-saudiarabische Wirtschaftsforum mitteilte. So besiegelten die Mineralölkonzerne Total und Saudi Aramco ein Investitionsprojekt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing bin Salman am Dienstagabend. Bei dem zweistündigen Gespräch und einem anschliessenden Abendessen ging es unter anderem um die Krisen in Syrien und im Jemen sowie um die Haltung Saudi-Arabiens gegenüber seinem Erzrivalen Iran. Paris und Riad seien sich einig, dass dem iranischen «Expansionsstreben» Einhalt geboten werden müsse, sagte Macron danach.

Überraschend lud Macron auch den libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri zu dem Treffen ein. Vereinbart wurde dabei unter anderem eine Konferenz zur humanitären Hilfe für das Bürgerkriegsland Jemen, die bis zum Sommer in Paris stattfinden soll, wie der französische Staatschef sagte.

Kritik von NGOs

Amnesty International hatte Macron aufgerufen, wegen der hohen Zahl von Hinrichtungen in Saudi-Arabien auch das Thema Menschenrechte anzusprechen. Human Rights Watch und andere Organisationen dringen zudem darauf, dass Frankreich seine Rüstungsexporte in das Land aussetzt. Sie sehen Hinweise, dass die Waffen von der Militärkoalition unter Führung Riads im Jemen eingesetzt werden.

Kronprinz bin Salman hat eine Öffnung des Königreichs eingeleitet, die auch gesellschaftliche Reformen umfasst. Ab diesem Jahr sollen Frauen erstmals Auto fahren dürfen. Kürzlich wurde zudem das erste Kino seit den 1980er Jahren eröffnet.

Erstmals in seiner Geschichte nimmt Saudi-Arabien im Mai am diesjährigen Filmfestival von Cannes teil, wie bereits am Montag verkündet wurde. Zudem will Frankreich dem Land beim Aufbau einer Oper und eines Nationalorchesters helfen. (sda/afp)

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