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ZSC Lions und Joni Ortio: Das Warten auf einen ausländischen Goalie

Russia's Sergei Andronov, right, tries to score as Finland's goalie Joni Ortio makes a save during the Ice Hockey Channel One Cup match between Russia and Finland in Moscow, Russia, Sunday,  ...
Ex-Calgary-Goalie Joni Ortio trainiert ab sofort mit den ZSC Lions.Bild: AP/AP
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«Tourismus» bei den ZSC Lions – oder das Warten auf einen ausländischen Goalie

Finnlands Nationaltorhüter Joni Ortio (28) trainiert ab sofort mit den ZSC Lions. Er wäre die Luxuslösung für ein Problem, das die Zürcher in grösste Not bringen kann.
10.09.2019, 17:5010.09.2019, 17:50

Torhüter Lukas Flüeler ist ein Titan in Berufseinstellung, Postur und Leistung. Auf Augenhöhe mit Leonardo Genoni. Er hat die ZSC Lions zu drei Titeln gehext (2012, 2014, 2018) und steht bis 2022 unter Vertrag

Eigentlich haben die Zürcher keine Torhüter-Sorgen. Aber Lukas Flüeler (30) hat in den letzten fünf Jahren in der Qualifikation nie mehr als 33 Partien bestritten. Er ist latent verletzungsanfällig. Fällt er aus, geraten die ZSC Lions in Not – in der ganzen Organisation gibt es keinen zweiten Torhüter mit NL-Format.

Sportchef Sven Leuenberger sagt denn auch: «Wir werden im Laufe der Saison einen ausländischen Torhüter zur Absicherung unter Vertrag nehmen.»

Nun trainiert ab sofort der finnische Nationaltorhüter Joni Ortio mit den Zürchern. Er hat noch keinen Arbeitgeber und muss sich in Form halten. Ein finnischer Torhüter – das weckt natürlich sofort Erinnerungen an den legendären Ari Sulander, den wohl besten Torhüter der ZSC-Geschichte.

Aber es ist keineswegs sicher, dass Joni Ortio im Hallenstadion einen Vertrag bekommt. Sven Leuenberger sagt es so: «Er hat noch keinen Vertrag und ist sozusagen als Tourist bei uns. Wir bezahlen ihm das Hotel und er darf mit uns trainieren.» Man beobachte sowieso den Markt und beabsichtigte einen ausländischen Goalie zu engagieren. So habe man eine Gelegenheit, gleich einen Goalie zu testen – warum also nicht? Dieser «Tourismus» macht Sinn.

Calgary Flames goalie Joni Ortio, of Finland, stands in front his net after giving up the fourth goal to the Anaheim Ducks, during the second period of an NHL hockey game Wednesday, Jan. 21, 2015, in  ...
37 NHL-Partien hat Ortio auf dem Buckel.Bild: AP/AP

Die ganze Sache ist heikel und es gibt schon auch Hintergedanken. Joni Ortio, letzte Saison in der KHL bei HK Witjas mit über 92 Prozent Fangquote, wäre eine «Luxusvariante» und würde das Warten auf einen ausländischen Torhüter frühzeitig beenden. Und gäbe Trainer Rikard Grönborg ein «Disziplinierungs-Instrument» in die Hand: er könnte Joni Ortio ins Tor stellen und einen Ausländer auf die Tribüne schicken.

Kein Schelm, wer denkt, es könnte nicht schaden, wenn Garrett Roe und Fredrik Pettersson wissen, dass sie ihren Platz nicht auf sicher haben.

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