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Drogen: Crystal Meth dürfte in der Schweiz nur marginalen Stellenwert haben



In der Schweiz dürfte der Konsum von Methamphetamin, besser bekannt als Crystal Meth, nur einen marginalen Stellenwert haben. Die Ausweitung der Produktformen und Bezugsquellen könnte aber zu einer leichten Erhöhung des Konsums beitragen.

Die Stiftung Sucht Schweiz hat im Rahmen des Projektes «Neue Tendenzen im Drogenbereich» (NTD) in Zusammenarbeit mit den Bundesämtern für Polizei und Gesundheit die Frage untersucht, ob vom beobachteten Anstieg des Methamphetamin-Konsums in Deutschland auch die Schweiz betroffen sei.

Die Untersuchung deute aber nicht auf eine massgebliche Ausweitung des Angebots respektive der Nachfrage hin, teilte Sucht Schweiz am Donnerstag mit. Der Konsum scheine derzeit auf kleinere Personengruppen beschränkt zu sein, die einen einfachen Zugang zu den wichtigsten Vertriebskanälen für die Substanz - Thaishops und Massagesalons - hätten.

Wenig über Milieu bekannt

Die Analyse zeige, dass auch 20 Jahre nachdem die sogenannten Thaipillen zum ersten Mal in der Schweiz aufgetaucht seien, wenig über dieses Milieu bekannt sei. Die Untersuchung lege ebenfalls nahe, dass ein leichter Anstieg des Konsums von Methamphetamin - insbesondere durch den Zugang zu einer «neuen» Form (Crystal) und im Zusammenhang mit alternativen Vertriebswegen erfolgt sein könnte.

Auf dem Schweizer Drogenmarkt scheine die Nachfrage nach Methamphetamin im Vergleich zu anderen illegalen Stimulanzien wie Ecstasy, Kokain oder Amphetamin, aber weiterhin gering zu sein, schreibt Sucht Schweiz. Es gelte aber, wachsam zu bleiben.

Die Existenz eines Schwarzmarktes in de Schweiz und kleinerer Gruppen von zum Teil jungen Konsumierenden deute darauf hin, dass sich Konsumwellen in begrenztem Ausmass in Zukunft auch in der Schweiz entwickeln könnten. Dies könne insbesondere dort der Fall sein, wo die Verfügbarkeit der Substanz gewährleistet sei wie beispielsweise in Neuenburg, Biel, Bern, Basel, Luzern und Zürich.

Eine Verknappung der Verfügbarkeit oder Verschlechterung der Qualität von anderen Substanzen, insbesondere von Ecstasy, Amphetamin und Kokain, könnte zur Entstehung solcher Konsumwellen beitragen, warnt Sucht Schweiz.

Zunahme des Konsums in Europa festgestellt

Die Stiftung weist darauf hin, dass in den vergangenen 20 Jahren aus verschiedenen Regionen der Welt über Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit Methamphetamin berichtet wurde.

In den letzten Jahren habe auch in Europa eine Zunahme des Konsums und eine Diversifikation des Marktes beobachtet werden können. Dies sei insbesondere in Skandinavien, in und um die Tschechische Republik, wo Methamphetamin schon seit mehreren Jahrzehnten produziert und konsumiert werden, und in Griechenland der Fall.

Die Entwicklungen von Konsum und Handel der Substanz in der deutsch-tschechischen Grenzregion habe Befürchtungen geweckt, dass Methamphetamin, insbesondere in seiner kristallinen Form, sich auch in der Schweiz verstärkt verbreiten könnte. (sda)

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